Secondsol-Geschäftsführer: Die FDP muss sich besinnen

Die Liberalen und die Photovoltaik – da fanden sich bislang wenig Übereinstimmungen. Doch es gibt auch durchaus Schnittpunkte, wie die Kandidatur von Secondsol-Geschäftsführer Frank Fiedler als FDP-Bundestagskandidat bei der Wahl am Sonntag zeigt. Nach der herben Wahlniederlage der Liberalen hat pv magazine ihn um eine kurze Einschätzung für den Gründen und Aussichten gebeten.

pv magazine: Sie haben sich für die FDP als Bundestagskandidat beworben. Wie war ihr Ergebnis und was waren Ihre Beweggründe dies zu tun?
Fiedler: Das Ergebnis war wie erwartet ziemlich schlecht, da die Bundespolitik natürlich auch auf die Direktkandidaten abfärbt. Ich bin der Meinung, dass eine liberale Partei unabdingbar für eine Demokratie ist, wenn man sich einmal wieder an die alten Werte erinnert.

Was sagen Sie zum Abschneiden der FDP insgesamt? Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für das historische Scheitern der Partei an der 5-Prozent-Hürde?
Es ist traurig, dass eine Partei eines Herrn Genschers oder Lambsdorff, nicht mehr in der Bundespolitik zu finden ist. Diese Misere haben wir der teilweisen Ziellosigkeit und Fehlentscheidungen des Führungskaders zu verdanken.
Was muss die FDP nun tun?
Sie muss sich der liberalen Werte besinnen und wählenswerte Persönlichkeiten an die Spitze setzen.
Wie sehen Ihre persönliche Zukunftspläne aus?
Da ich kein Politiker bin, sondern mit Secondsol einen 24 Stunden Job habe, wird sich bei mir nicht viel ändern. Ich werde aber weiter darum kämpfen, dass auch in der FDP ein Umdenken bezüglich der erneuerbaren Energien einsetzt.
Die Fragen stellte Sandra Enkhardt.

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