BVES fordert bessere Rahmenbedingungen für Speicher

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Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) hat in einem Brief an verschiedene Ministerien sowie die Fraktionsspitzen der Bundestagsparteien und die zuständigen Ausschussmitglieder, die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für ein rasches Wachstum des Speichermarkts in Deutschland gefordert. In dem Schreiben, das an das Bundeswirtschaftsministerium, Bundesumweltministerium, das Bundeslandwirtschafts- sowie Bundesverkehrsministerium ging, stellt der Verband vier Thesen auf, teilte der BVES weiter mit. Der erste Punkt sei, dass die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sei nur mit Speichertechnologien möglich. Zweitens, Energiespeicher hätten einen großen nutzen. Als dritte These wird die Schaffung passender Marktbedingungen gefordert und viertes heißt es: Eine Verzögerung durch die Poltik gefährde die Energiewende. „Die bestehenden Ineffizienzen in unserem Energiesystem verursachen derzeit einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Dies liegt vor allem daran, dass systemrelevante Dienstleistungen wie Regelleistung oder Spannungshaltung mit großem Aufwand von unflexiblen konventionellen Kraftwerken statt von Speichern erbracht werden“, heißt es in dem Brief weiter.

In dem von BVES-Präsidenten Eicke Weber und Verbandsgeschäftsführer Harald Binder unterzeichnete Brief werden außerdem die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen kritisiert. Es gebe keinen Anreiz für die Nutzung von Speichern. Auch seien die Geschäftsmodelle für Betreiber von Energiespeichern nicht wirtschaftlich. Daher würden derzeit Investitionen in neue Speicherkapazitäten eher verhindert, ebenso die Entwicklung

und Erprobung neuer Technologien. Der Verband fordert daher, kurzfristige Verbesserungen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese müssten in ein neues Marktdesign eingebettet sein, dass Flexibilität und Kosteneffizienz belohne. Da Speicher keine Letztverbraucher seien, dürften sie nicht mit Netzentgelten und Umlagen belastet werden, heißt es in dem Schreiben weiter.

Der BVES verlangt von der Politik eine schnelle Umsetzung. „Neue Speichertechnologien werden nur durch eine breite industrielle Markteinführung, verbunden mit technologischen Innovationen, deutlich kostengünstiger werden“, heißt es in dem Schreiben. Zumal Energiespeicher für einen energie- und volkswirtschaftlich sinnvollen Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar seien. Sie sorgten zudem für Netzstabilität und Versorgungssicherheit. (Sandra Enkhardt)

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