Sputnik Engineering legt Fokus auf USA und Europa

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Die Sputnik Engineering AG will sich neu ausrichten und hat nun sein Strategiekonzept vorgestellt. Neben einer laufenden Optimierung bestehender Prozesse und Kostenstrukturen beinhalte die Restrukturierung vor allen eine stärkere Fokussierung auf die Märkte in Europa und den USA, teilte der Schweizer Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern mit. Die europäischen Märkte würden ab sofort in länderübergreifenden Kompetenzzentren zusammengefasst. Das Verkaufsteam solle verstärkt werden, um eine noch umfassendere Betreuung anzubieten und neue Zielgruppen zu erschließen. Daneben würden auch die Wechselrichter kontinuierlich weiterentwickelt und an die geänderten Rahmenbedingungen auf dem Photovoltaik-Markt angepasst. Mit Blick auf die Netzparität von Solarstrom, die in vielen europäischen Ländern nun erreicht werde, rückten zudem Speichertechnologien und Lastmanagement-Lösungen stärken in das Blickfeld. Sputnik Engineering führe bereits erste Feldtests mit Batteriespeichern und Lastmanagement-Systemen durch, hieß es weiter.

Sputnik Engineering richtet dabei seinen Blick in eine bessere Zukunft. In diesem Jahr habe sich der Photovoltaik-Markt wegen gekürzter Förderprogramme, Handelshindernissen, der Konkurrenz aus Fernost und der unsicheren wirtschaftlichen Lage in einigen Ländern schlechter entwickelt als erwartet, sagte der Vorstandschef Christoph von Bergen. Zugleich habe die Photovoltaik aber noch immer ein enormes Wachstumspotenzial. Mit der strategischen Neuausrichtung und unseren kommenden Produkten passen wir unsere Struktur den neuen Marktaussichten an und gehen gestärkt in die Zukunft. Aktuell denken wir, dass die Branche auch in Europa ab 2014 wieder wachsen wird", sagte von Bergen weiter.

Vor rund zwei Wochen hatte Sputnik Engineering angekündigt, dass im Zuge der Restrukturierung 52 der 300 Mitarbeiter am Hauptsitz in Biel entlassen werden sollen. Für die nun betroffenen Mitarbeiter gebe es einen freiwilligen Sozialplan, der unter anderem verlängerte Kündigungsfristen und Abfindungen vorsehe. Ursprünglich hatte der Hersteller auch den Abbau von 60 bis 70 Arbeitsplätzen nicht ausgeschlossen. Diese Zahl konnte verringert werden, da die Mehrheit der Mitarbeiter auf einen Teil der Bonuszahlungen in diesem und dem kommenden Jahr verzichtet hätten. Zudem würden einige Teams nun in Teilzeit arbeiten und zwei Mitarbeiter hätten einer frühzeitigen Pensionierung zugestimmt, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. (Sandra Enkhardt)