Suntech legt Restrukturierungsplan vor

Die Suntech Power Holdings Co. Ltd. arbeitet derzeit aktiv an einer Restukturierung seiner Schulden. Die Insolvenz der wichtigsten Tochterfirma Wuxi Suntech beherrschte die Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Nun solle der Plan zur Rekapitalisierung implementiert werden, der als Teil der Neuordnung der gesamten Suntech-Gruppe mit den Gläubigervertretern ausgehandelt worden sei, teilte der Photovoltaik-Hersteller aus China mit.

Die Restrukturierung sehe verschiedene Aspekte vor. Es sollen die wichtigsten Vermögenswerte identifiziert und vom Unternehmen gehalten werden, um die Herstellung auf einem angemessenen Niveau beibehalten zu können. Die ausstehenden Schulden sollen in Eigenkapital der Gesellschaft getaucht werden. Den Tochtergesellschaften soll ein maximales Schulden-Level vorgeben werden. Außerdem sei geplant, dass ein neuer strategischer Investor bei Suntech einsteige, der über den Kauf neu ausgegebener Aktien die notwenigen Finanzierungsmittel zur Verfügung stelle, um die Umstrukturierung abschließen zu können. Mit diesen Maßnahmen erhofft sich Suntech, seine Bilanz aufbessern zu können und weiterhin als wichtiger Hersteller auf dem Photovoltaik-Markt agieren zu können. Voraussichtlich in dieser Woche solle der Restukturierungsplan beschlossen werden. Danach solle die Restrukturierung beginnen.

Erst in der vergangenen Woche hatte Suntech einen Rückschlag erlitten. Drei Direktoren erklärten ihren Rücktritt und begründet die unter anderem mit dem fehlenden Businessplan für des Photovoltaik-Hersteller. Suntech Präsident Zhou Weiping erklärte nun, dass „wichtige Schritte in Richtung einer neuen Suntech nun unternommen werden“. Während der Restukturierung gehe es darum, dass der Photovoltaik-Hersteller seine Produktions- und Gewährleistungspflichten einhalte. Die Neuordnung erlaube es dem Unternehmen zugleich, die Kosten zu senken sowie die Produktion und die Margen zu optimieren. „Obwohl eine erhebliche Verwässerung für die Aktionäre zu erwarten ist, glauben wird, dass diese Maßnahmen uns in eine bessere und stärkere Position bringen, um unsere derzeitigen und künftigen Kunden in China, Japan, der EU, den USA und der ganzen Welt zu bedienen“, sagte Weiping weiter. (Shamsiah Ali-Oettinger)

Übersetzt und bearbeitet: Sandra Enkhardt