Centrosolar erwartet „fundamentale Trendwende“

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Die Centrosolar Group AG hat seine Zahlen für das erste Halbjahr nun bestätigt. In den ersten sechs Monaten habe das Münchner Photovoltaik-Unternehmen einen Umsatz von 57,5 Millionen Euro erwirtschaftet, davon 33,0 Millionen Euro im zweiten Quartal. Dies sind Centrosolar zufolge knapp 42 Prozent weniger als noch im ersten Halbjahr 2012, was vor allem auf die niedrigeren Modulpreise zurückzuführen sei. Der niedrige Umsatz habe sich auch auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Kostensenkungsmaßnahmen hätten sich noch nicht voll entfaltet. Das EBITDA-Ergebnis betrug nach -3,9 Millionen Euro im Vorjahr nun -13,8 Millionen Euro, wie es weiter hieß. Insgesamt werde die Tendenz für eine erfolgreiche Sanierung als „überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt“.

Dennoch erwartet sich Centrosolar für das zweite Halbjahr eine deutliche Verbesserung. Die Anfang August eingeführten Anti-Dumping-Maßnahmen der EU, die Mindestimportpreise und Einfuhrmengen für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China vorsehen, dürften für die Rentabilität „eine fundamentale Trendwende einleiten“. „Auch wenn die Mindestpreise nicht in vollem Umfang das von der EU-Kommission festgestellte Dumping kompensieren, so vermindern sie voraussichtlich aber dennoch den bisherigen Margendruck erheblich“, hieß es bei Centrosolar. Die Auswirkungen seien zwar nicht unmittelbar eingetreten, da offenbar noch Lagerbestände verkauft würden, die zollfrei aus China in die EU eingeführt worden seien. Dennoch erwarte Centrosolar neue Absatzchancen. Zugleich gebe es auch günstigere Einkaufspreise für Solarzellen, als zunächst erwartet worden sei. In den vergangenen Monaten seien die Preise aufgrund der Ungewissheit über die Entscheidung der EU zeitweise angestiegen. Viele chinesische Photovoltaik-Hersteller hätten wegen möglicher rückwirkender Importzölle bei Solarzellen auf Lieferanten zurückgegriffen, die auch Centrosolar versorgten. Dies habe sich mittlerweile aber wieder gelegt. Daher erwarte Centrosolar durch die vorläufige Anti-Dumping-Entscheidung der EU positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Kosten, hieß es weiter.

Der Photovoltaik-Hersteller passte seine Prognose für das Gesamtjahr allerdings nochmals an. Es werde ein Umsatz zwischen 125 und 150 Millionen Euro erwartet. Wegen der noch schleppenden Umsatzentwicklung habe sich Centrosolar entschieden, die Prognosegrenze nochmals nach unten zu verschieben. Beim Ergebnis sei der Vorstand aber weiter optimistisch und nahm keine Veränderungen vor. Die Halbjahreszahlen von Centrosolar sind prüferisch durchgesehen. Dies bedeutet, dass sie kein Prüfungsurteil enthalten. (Sandra Enkhardt)

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