Aleo Solar mit Kurzarbeit ab Juli

Die Aleo Solar AG wird zum 1. Juli in seiner Produktion in Prenzlau Kurzarbeit einführen. Der deutsche Modulhersteller reagiere damit auf die schwierige Nachfragesituation, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage von pv magazine. „In nahezu allen für uns wichtigen Märkten nimmt der Photovoltaik-Zubau ab, der Absatz verläuft verhaltener als erwartet“, sagte Julia Schönemann. Aleo Solar wolle mit dieser Maßnahme, die zunächst bis zum Jahresende bei der Agentur für Arbeit angemeldet sei, keine weiteren Lagerbestände aufbauen. „Wir gehen aber davon aus, dass wesentlich früher wieder in Prenzlau produziert wird. Einzelne Produktionslinien könnten bereits ab Ende Juli wieder hochgefahren werden“, erklärte Schönemann weiter. Von der Kurzarbeit sei aber nur der Standort Prenzlau betroffen. Mit dem Betriebsrat sei eine entsprechende Vereinbarung getroffen worden.

Bereits an den vier Wochenenden im Juni hatte Aleo Solar seine Produktion in Prenzlau ruhen lassen. In einer Produktionshalle sei die Fertigung komplett eingestellt gewesen, so Schönemann weiter. Der Photovoltaik-Hersteller habe überdies seine Verträge mit den Leiharbeitern auslaufen lassen. Mit Blick auf die Suche nach neuen Investoren für den 90-prozentigen Bosch-Anteil erklärte die Sprecherin: „Wir führen weiterhin Gespräche mit einigen Interessenten.“ Potenzielle Investoren hätten bereits das Werk in Prenzlau besichtigt. Bis zum Ende des dritten Quartals wolle Aleo Solar einen Käufer bestimmen. Unabhängig vom Verkauf der Anteile habe die Muttergesellschaft Aleo Solar aber die Finanzierung des Modulherstellers bis Ende März 2014 zugesichert. Bosch selbst hat für Ende des Jahres seinen Rückzug aus dem Geschäft mit der kristallinen Photovoltaik angekündigt. (Sandra Enkhardt)