Gläubiger lassen Solarworld zappeln

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Die Solarworld AG muss weiter auf die Zustimmung ihrer Gläubiger zu ihren Sanierungsplänen warten. Am Donnerstag erschienen zur ersten Gläubigerversammlung der zweiten Wandelschuldverschreibung (2012/2017) nicht genügend Inhaber, um einen gemeinsamen Vertreter wählen zu können. Es waren nach Medienberichten lediglich 7,5 Prozent der Gläubiger anwesend. Ein Quorum von 50 Prozent wäre notwendig gewesen. Bereits nach der gescheiterten ersten Gläubigerversammlung der anderen Anleihe (2011/2016) kündigte Solarworld am Mittwoch an, für Anfang Juni ein zweites Treffen einzuberufen. Ein genauer Termin steht bislang noch nicht fest. Allerdings werden diese zweiten Gläubigerversammlungen auf jeden Fall beschlussfähig sein. Die Abstimmung muss vor dem 11. Juli erfolgen, da dann die außerordentliche Hauptversammlung des Photovoltaik-Herstellers stattfinden soll, auf der die Aktionäre über die Pläne des Vorstands abstimmen werden. Die 2016 und 2017 fälligen Anleihen haben einen Gesamtwert von 550 Millionen Euro.

Nach jüngsten Äußerungen will Solarworld-Vorstandschef bis in den kommenden drei Monaten eine Einigung mit den Gläubigern und Banken für die Restrukturierung der Schulden erreichen. Parallel soll im zweiten Halbjahr die Serienfertigung neuer Produkte in Deutschland und den USA beginnen. (Sandra Enkhardt)