SMA fordert mehr Unterstützung für Innovationen

„Ich rechne mit einem Einbrechen des europäischen Photovoltaik-Marktes in diesem Jahr von 40 bis 50 Prozent“, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon im Gespräch mit pv magazine. Negativ wirkten sich hier auch der Zick-Zack-Kurs in der Energiepolitik sowie Unsicherheiten aufgrund des laufenden EU-Handelsstreit aus. Umso wichtiger werde für SMA das Auslandsgeschäft, vor allem außerhalb von Europa. Deshalb peile man ein starkes Ansteigen des Auslandsumsatzes – vor allem außerhalb Europas – von 56,3 Prozent in 2012 auf über 70 Prozent in diesem Jahr an. Mit bereits 21 Auslandsniederlassungen sei SMA hier gut aufgestellt. Als wichtige Auslandsmärkte sieht Urbon unter anderem China, Japan, Indien, Thailand sowie die USA. In den USA habe SMA bei Großprojekten bereits einen Marktanteil von über 50 Prozent erreicht. Doch auch bei einem Anziehen des Auslandsgeschäftes werde 2013 ein schwieriges Jahr, unterstrich Urbon. Bei einem Umsatz von 0,9 Milliarden Euro bis 1,3 Milliarden Euro (2012 1,5 Milliarden Euro) rechne man bestenfalls mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Auch einen weiteren Personalabbau, über die bereits beschlossenen Reduzierungen hinaus, könne er nicht ausschließen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern, seien jedoch gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Investitionen in Produktinnnovationen umso wichtiger, unterstrich Urbon. Deshalb erhöhe SMA seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben in diesem Jahr um 20 Prozent auf 120 Millionen Euro. 2012 waren es 100 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen um unter anderem eine neue Generation von Wechselrichtern entwickelt werden. „Von Seiten der Politik erwarte ich allerdings eine viel stärkere Unterstützung von Firmen, die in Innovationen investieren“, sagte Urbon. Die bestehende Innovationsallianz der Bundesregierung reiche hierfür nicht aus. (Hans-Christoph Neidlein)