Neuer Druck auf Solarworld

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Exchange Investors N.V. hat dem Vorstand der Solarworld AG eine Veröffentlichungsfrist bis zum 15. April gesetzt, um seine möglichen Restrukturierungspläne zu veröffentlichen. Seit der Ankündigung des Bonner Photovoltaik-Konzern an die Aktionäre und Anleiheinhaber im Januar, gravierende Einschnitte vorzunehmen, sei nichts mehr publik gemacht worden, heiß es in der Mitteilung des niederländischen Fonds. „Offenbar sollen Solarworld Schulden nicht oder erst später vollständig zurückgezahlt werden“, heißt es dort weiter. Eine Reaktion von Solarworld zu der Fristsetzung war zunächst nicht zu bekommen.

Zugleich gab es Medienberichte, wonach der Photovoltaik-Hersteller früher als geplant seine Kurzarbeit am sächsischen Standort in Freiberg beendet hat. Seit 1. April werde wieder voll gearbeitet, bestätigte eine Sprecherin von Solarworld der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Ursprünglich hatte das Unternehmen zu Jahresbeginn wegen eines konjunkturellen Nachfragelochs bis Ende April die Kurzarbeit für rund 270 Mitarbeiter der Wafer- und Solarzellenfertigung beantragt.

Zu Beginn der Woche hatten Gerüchte über finanzielle Hilfen aus dem Emirat Katar in dreistelliger Millionenhöhe den Aktienkurs von Solarworld kurzzeitig beflügelt. Auch zum aktuellen Stand der Verhandlungen des Photovoltaik-Unternehmens mit seinen Gläubigern gab es zunächst keine Aussagen. (Sandra Enkhardt)

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