SMA noch im Plus

Die SMA Solar Technology AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erzielen können. Dies liege am oberen Ende der Erwartungen, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit. Das operative Ergebnis habe sich 2012 aber auf 102 Millionen Euro mehr als halbiert. Im Jahr davor lag das EBIT-Ergebnis von SMA noch bei 240,3 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Das vergangene Geschäftsjahr sei zudem mit einer Eigenkapitalquote von 61,8 Prozent bei einer Nettoliquidität von 446,3 Millionen Euro abgeschlossen worden. Auf der Hauptversammlung werde der Vorstand eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie vorschlagen.

Die verkaufte Wechselrichter-Leistung sei von 7,6 auf 7,2 Gigawatt Leistung gefallen, teilte SMA weiter mit. „Aufgrund von massiven Förderanpassungen in Europa und den daraus resultierenden Vorzieheffekten entwickelten sich die ersten neun Monate 2012 positiv für SMA.“ Das vierte Quartal sei aber von zunehmender Verunsicherung insbesondere auf dem deutschen Photovoltaik-Markt geprägt gewesen und habe zu einem starken Rückgang der Nachfrage nach Wechselrichtern geführt, hieß es weiter. Insgesamt sei die Bedeutung der europäischen Märkte für das Geschäft von SMA rückläufig. Impulse kamen hingegen insbesondere aus Nordamerika. Insgesamt sei der Anteil des Auslandsumsatzes binnen Jahresfrist leicht auf 56,3 Prozent gestiegen. Der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller sei mittlerweile in 21 Ländern vertreten.

Verlust für 2013 nicht ausgeschlossen

Trotz der guten Zahlen hatte SMA bereits im Herbst 2012 Restrukturierungen angekündigt. Mitte Oktober hieß es, der Hersteller werde sich schrittweise weltweit von 450 Mitarbeitern sowie 600 Zeitarbeitnehmern trennen. „2013 wird ein schwieriges Jahr für die Solarbranche. Der Photovoltaikmarkt befindet sich derzeit in einem starken Umbruch. Wir haben unsere Unternehmensstrategie jedoch frühzeitig auf die künftigen Anforderungen des Energiesektors zugespitzt“, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Dennoch bestätigte er die Ergebnis- und Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. SMA erwarte einen Umsatz von 900 Millionen bis 1,3 Milliarden Euro bei einem bestenfalls ausgeglichenen Ergebnis. Einen Verlust wollte der SMA-Vorstand aber auch nicht ausschließen. (Sandra Enkhardt)