First Solar trennt sich von Zulieferer

Die STR Holdings, Inc. geht davon aus, dass ihr bislang größter Kunde First Solar die Zusammenarbeit beenden wird. Der genaue Zeitpunkt sei noch ungewiss, teilte der Zulieferer für die Solarindustrie mit. Es sei aber davon auszugehen, dass der Übergang zu einem anderen Lieferanten im ersten Quartal beginnen werde und in einigen Monaten abgeschlossen sei, teilte die STR Holdings mit. Da First Solar der größte Kunde sei, würden wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft erwartet. Im vergangenen Jahr sei durch die Partnerschaft mit First Solar ein Umsatz von 39 Millionen US-Dollar generiert worden.

STR Holdings kündigte nun eine Restrukturierung seines Geschäfts an. Positiv sei, dass kürzlich drei Photovoltaik-Hersteller aus China als neue Kunden gewonnen worden seien, sagte Vorstandschef Robert Yorgensen. Es sei für das Unternehmen sehr wichtig, am Boom des chinesischen Photovoltaik-Marktes partizipieren zu können. Die Trennung von First Solar werde nun zur Folge haben, dass die Produktionsanlagen in East Windsor im US-Bundesstaat Connecticut zum Ende des ersten Quartals stillgelegt würden, teilte der Hersteller von Vergussmasse für die Solarindustrie weiter mit. Damit verbunden seien auch ein erheblicher Personalabbau und Wertminderungen. In den Bilanzen 2013 werde sich die Restrukturierung spürbar niederschlagen. Ein Plan für die Neuorganisation des Photovoltaik-Zulieferers werde zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, hieß es weiter. Vorerst sei geplant, die Kunden mit Anlagen aus seinen Werken in Spanien und Malaysia zu versorgen. Unabhängig von dem Verlust seines größten Kunden First Solar habe STR Holdings die UBS Investment Bank im Dezember 2012 mit einer Prüfung der Kostenstruktur des Unternehmens und für die Suche nach Alternativen beauftragt. (Sandra Enkhardt)