Hanergy schließt Übernahme von MiaSole ab

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Die Hanergy Holding Group Ltd. hat die Übernahme des US-Dünnschichtherstellers MiaSole abgeschlossen. Das nach eigenen Angaben größte private Ökostromunternehmen Chinas habe 100 Prozent der Anteile übernommen, hieß es weiter. Nach der Übernahme der Q-Cells-Tochter Solibro hat sich Hanergy damit zu einem der größten Hersteller für Dünnschichtmodule weltweit entwickelt. Die strategische Partnerschaft mit MiaSole sei das Ergebnis einer neunmonatigen Suche gewesen. Insgesamt seien für die Akquisition rund 550 Millionen US-Dollar geflossen. Die zuständigen Behörden in den USA und China haben die Transaktion mittlerweile genehmigt.

Hanergy kündigte an, dass die Fabrik von MiaSole in Kalifornien nun auf volle Kapazität hochfahren zu wollen. Die mehr als 100 Mitarbeiter am Standort werden von dem chinesischen Unternehmen übernommen, wie es weiter hieß. Voraussichtlich würden auch noch neue Mitarbeiter eingestellt. Zudem werde Hanergy in die Forschung und Entwicklung der CIGS-Dünnschichtmodule von MiaSole investieren. „In der Solarindustrie konzentriert sich Hanergy auf die Entwicklung der Dünnschichttechnologie in der Photovoltaik. Dabei will das Unternehmen schlüsselfertige Lösungen anbieten und Solaranlagen entwickeln“, sagte Li Hejun, Vorstandschef von Hanergy.

Erst im vergangenen Jahr hatte Hanergy die Tochter des damals insolventen deutschen Konzerns Q-Cells gekauft. Auch Solibro stellt CIGS-Dünnschichtmodule her. Seit der Übernahme sei die Produktionskapazität von Solibro am Standort Thalheim auf 100 Megawatt jährlich erhöht worden. Obwohl Solibro und MiaSole unterschiedliche Produktionsverfahren nutzten, könnten die beiden Unternehmen nun auch Patente austauschen, um ihre Wirkungsgrade weiter zu verbessern, hieß es bei Hanergy. Nach den abgeschlossenen Übernahmen verfügt der chinesische Konzern nach eigenen Angaben nun über eine Produktionskapazität von drei Gigawatt zur Herstellung von Dünnschichtmodulen. Hanergy betreibe auch mehrere Werke in China. Der private Ökostromanbieter habe Verträge für den Bau von Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund zehn Gigawatt in China und Europa abgeschlossen, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

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