27. EU PVSEC in Frankfurt eröffnet

Die 27.  European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC) hat am Montag in Frankfurt am Main mit der Konferenzeröffnung begonnen. Am heutigen Dienstag öffneten auch die Messetore ihre Pforten. Auf der einwöchigen Konferenz werden die neuesten Ergebnisse aus der Forschung sowie Trends in der Solarindustrie, präsentiert, wie der Veranstalter mitteilte. Ebenso werde aber auch die globale Photovoltaik-Entwicklung ein Schwerpunkt sein. Insgesamt gebe es mehr als 1800 wissenschaftliche Beiträge aus 74 Ländern präsentiert. Mehr als 4000 Teilnehmen seien für die Konferenz angemeldet.

Die Stagnation auf vielen Photovoltaik-Märkten und die Probleme der hiesigen Solarindustrie spiegeln sich allerdings auch bei den Ausstellerzahlen wieder. Es werden mehr als 650 Aussteller und etwa 30.000 Besucher an den vier Messetagen erwartet, wie es weiter hieß. Im Vorjahr verzeichnete die EU PVSEC noch knapp 1000 Aussteller und rund 40.000 Fachbesucher. „Wir stehen an einem Scheideweg. Beispielloses Marktwachstum und Kostensenkungen, der intensive Wettbewerb und die Konsolidierung innerhalb der Branche, Fragen der Nachhaltigkeit und die Wirtschaftskrise stehen derzeit im Vordergrund der Diskussion. Aber wir müssen dies zu unserem Vorteil verwandeln, hin zum unvermeidlichen Paradigmenwechsel in der Art und Weise wie Strom produziert, verkauft, transportiert und verteilt wird”, sagte Stefan Nowak, Vorsitzender der Konferenz und Vorstand der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Eröffnung. (Sandra Enkhardt)

„200 Gigawatt Solarleistung für Deutschland“

Brauchen wir wirklich jährlich 300 Gigawatt weltweiten Solarstromzubau in 2025 und 200 Gigawatt installierte Solarstromleistung in Deutschland bis zu einem Zeitpunkt zwischen 2030 und 2050? Zum Auftakt der Kampagne „300 Gigawatt pro Jahr“ werden sich während der PVSEC Eicke Weber, der Direktor des Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Christian Breyer, Leiter des Berliner Reiner Lemoine Instituts, und photovoltaik-Herausgeber Karl-Heinz Remmers der Diskussion stellen. 

Die photovoltaik und ihr internationales Schwestermagazin pv magazine haben die "200 Gigawatt in Deutschland" und die "Kampagne 300 Gigawatt pro Jahr" gestartet, um Bewegung in die festgefahrene Situation zu bringen. Derzeit scheint Perspektivlosigkeit die Branche zu lähmen. Dabei ist die Energiewende vom Bundestag beschlossen und die Szenarien, die wenig Photovoltaik vorsehen, sind –vorsichtig formuliert – zu hinterfragen. Weltweit erleben wir gleichzeitig, wie sich ein riesiger Markt öffnet.

Mehr dazu erfahren Sie auf unsererSpezialseite.