Hanwha will wohl Q-Cells-Werk in Deutschland erhalten

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Nach einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ hat der koreanische Mischkonzern Hanwha ein Angebot für den insolventen Photovoltaik-Hersteller Q-Cells SE vorgelegt. Es sehe die Übernahme der Produktionsstätten in Bitterfeld-Wolfen und Malaysia vor, erfuhr das Blatt aus Unternehmenskreisen. Hanwha wolle einen Großteil der etwa 1200 verbliebenen Q-Cells-Mitarbeiter in Deutschland übernehmen. In der Produktion in Malaysia arbeiten rund 500 Menschen. Q-Cells und der Insolvenzverwalter Henning Schorisch wollten weiterhin keinen Kommentar zu den Spekulationen um einen Einstieg von Hanwha abgeben. Über das Angebot muss letztendlich der Gläubigerausschuss entscheiden. Dort werde offenbar Hanwha favorisiert, heißt es in dem Bericht weiter. Unklar sei aber noch, ob bereits das abschließende Angebot von Hanwha vorliege.

Die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet indes, dass der Konzernchef der Hanwha-Gruppe,  Kim Seung Young, am Donnerstag von einem Bezirksgericht in Seoul zu einer vierjährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von umgerechnet 3,6 Millionen Euro verurteilt worden sei. Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass er illegal Geld der Hanwha-Töchter für die Rückzahlung von Schulden von Firmen, die er unter einem anderen Namen betrieb, abgezweigt haben soll. Das Urteil gelte als ungewöhnlich hart, hieß es weiter. Die Hanwha-Gruppe ist einer der größten Konzerne Südkoreas. Sie ist unter im Chemiebereich, der Finanzindustrie, im Bauwesen und der Photovoltaik-Branche aktiv und macht einen Jahresumsatz von etwa 25 Milliarden Euro. Die Chemie-Tochter strebt dabei die Übernahme von Q-Cells an. (Sandra Enkhardt)

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