Centrotherm weiter in Not

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Die Centrotherm Photovoltaics AG kämpft weiter mit den Turbulenzen auf den welten Photovoltaik-Märkten. In einem schwierigen Marktfeld habe der Photovoltaik-Anlagenbauer einen Auftragseingang von 255, 4 Millionen Euro im ersten Quartal 2012 erzielen können, teilte das Unternehmen mit. Dies liegt leicht über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Darin enthalten sei allerdings die Anzahlung des Großauftrags von Sonelgaz zum Bau einer Modulfabrik in Algerien in Höhe von 227,1 Millionen Euro, hieß es weiter. Insgesamt habe Centrotherm in den ersten drei Monaten einen Umsatz von 82,5 Millionen Euro zielen können, während es im Vorjahreszeitraum noch 189,3 Millionen Euro waren. Das operative Ergebnis rutschte tief ins Minus. Es habe bei -42,9 Millionen Euro gelegen. Der Auftragsbestand habe sich in den ersten drei Monaten gegenüber dem Jahresende auf 508,2 Millionen Euro leicht erhöht.

"Die Branche befindet sich in der bisher schwersten Krise, die Konsolidierung ist im vollen Gange. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung unseres Restrukturierungsprogramms ct focus, welches umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung vorsieht“, sagte Finanzvorstand Thomas Riegler. Allerdings gehe der Centrotherm-Vorstand im ersten Halbjahr von keiner Verbesserung der aktuellen Situation aus. Ziel sei es aber, eine schlankere Organisationsstruktur sowie eine Ausrichtung auf die technischen Kernkompetenzen in den Bereichen Solarzelle, Solarmodul und Halbleiter zu schaffen. "Für das erste Halbjahr 2012 sehen wir keine Verbesserung der aktuellen Situation", so Riegler weiter. "Dennoch sehen wir den anhaltenden Kostendruck in der Photovoltaik-Industrie auch als Chance. Denn unsere Kunden setzen auf hocheffiziente Technologien und Produktionsanlagen, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil ermöglichen.“ (Sandra Enkhardt)