HTW: Asiatische Hersteller dominieren Photovoltaik-Markt

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Die  deutschen Zell- und Modulhersteller stehen am Abgrund, weil sie international den Anschluss verlieren und nun auch auf dem Heimatmarkt von ausländischen Anbietern überrannt werden. Dies ist die Kernaussage einer Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) im Auftrag der „Wirtschaftswoche“. "Solarpaneele werden bald genauso fast ausschließlich aus Asien kommen wie heute schon Fernsehgeräte und Computer", sagt Wolfgang Hummel, Leiter der Studie. Vor allem chinesische Photovoltaik-Unternehmen wie Suntech, LDK Solar und Yingli hätten ihre anfänglichen Qualitätsprobleme bei den Solarmodulen mittlerweile in den Griff bekommen und würden Spitzenprodukte anbieten. Insgesamt könnten die chinesischen Firmen dank staatlichen Finanzierungshilfen und niedrigerer Lohnkosten bis zu 20 Prozent billiger als die deutsche Konkurrenz produzieren, heißt es in der Studie. Nach Berechnungen von Hummel stammten rund 50 Prozent der im ersten Halbjahr in Deutschland neu installierten Solarmodule aus China. Nur zwölf Prozent kamen aus deutschen Photovoltaik-Werken.

Die Forderungen nach weiteren drastischen Einschnitten bei der Solarförderung, wie sie immer wieder aus der CDU laut werden, könnten die deutschen Unternehmen noch zusätzlich unter Druck geraten lassen. Hummel prophezeit eine Bereinigung des Photovoltaik-Marktes in Deutschland. „Für viele Firmen wird es eng“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Unternehmen wie Q-Cells und Conergy stehen bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand. Hohe Schulden und wenig Finanzkraft ließen nur wenig Spielraum für weiteres Wachstum oder eine Expansion ins Ausland. Einzig den Photovoltaik-Hersteller Solarworld und die deutschen Maschinenbauer wie Manz Automation, Roth & Rau und Centrotherm sieht Hummel im Wettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz gut aufgestellt. Solarworld-Chef Frank Asbeck warnte jedoch die Politik eindringlich vor weiteren zusätzlichen Kürzungen bei der Solarförderung. „Das wäre dumm und destruktiv“, sagte er dem Blatt. (Sandra Enkhardt)

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