SMA weiter auf Höhenflug

Im Geschäftsjahr 2010 erklimmt die SMA Solar Technology AG einen Gipfel nach dem anderen. Trotz der zusätzlichen Absenkung der Solarförderung in Deutschland konnte der Wechselrichter-Hersteller im dritten Quartal einen neuen Umsatzrekord verbuchen. Im Gegensatz zum Vorjahr verdoppelte sich der Umsatz auf 626,7 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2010 hat SMA damit insgesamt 1,442 Milliarden Euro umgesetzt.

Das Unternehmen habe von den attraktiven Rahmenbedingungen auf dem Photovoltaik-Weltmarkt profitiert, teilte SMA mit. In Deutschland habe die Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli im dritten Quartal allerdings schon Wirkung gezeigt. Die installierte Photovoltaik-Leistung habe sich nach 3,8 Gigawatt im ersten Halbjahr auf 1,5 Gigawatt im dritten Quartal abgekühlt. Nach Schätzungen von SMA sind somit in Deutschland in den ersten neun Monaten Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5,3 Gigawatt installiert worden. Für den Weltmarkt geht das Unternehmen in diesem Jahr von einer Gesamtkapazität von 17 Gigawatt aus. SMA sieht sich auch international gut aufgestellt. Der Anteil des Auslandsgeschäfts mache derzeit 38,7 Prozent des Umsatzes aus.

SMA hat in den vergangenen Monaten seine Produktionskapazität stark ausgebaut. Der Wechselrichter-Hersteller verfüge nun über eine maximale jährliche Kapazität von elf Gigawatt. Dies sei eine Verdoppelung gegenüber dem Ende des Jahres 2009. Da sich auch die Lage bei den Zulieferern wieder entspannt habe, könne die Produktion derzeit auf Volllast arbeiten. Im dritten Quartal seien die bestehenden Produktionskapazitäten nahezu voll ausgelastet gewesen, teilte SMA mit. Es seien knapp 2,6 Gigawatt Wechselrichter-Leistung verkauft worden; in den ersten neun Monaten lag der Absatz damit bei 5,738 Gigawatt. Die Lieferzeiten hätten sich auch deutlich reduziert und lägen derzeit je nach Wechselrichter zwischen zwei und acht Wochen.

Unsicherer Ausblick

Mit dem EBIT-Ergebnis zeigte sich SMA ebenfalls zufrieden. Es habe im dritten Quartal bei 198,3 Millionen Euro gelegen. In den ersten neun Monaten lag es insgesamt bei 418, 2 Millionen Euro. Dies ist ein enormer Sprung gegenüber dem Vorjahr, als SMA zum gleichen Zeitpunkt 120,8 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Für das Gesamtjahr zeigte sich der SMA-Vorstand optimistisch. Es sei mit einer Umsatzsteigerung auf 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro zu rechnen. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich bei 26,5 bis 28,5 Prozent liegen. Bei der Prognose für das kommende Jahr hielt sich SMA allerdings bedeckt. Die Entwicklung der weltweiten Photovoltaik-Nachfrage hänge von den Veränderungen der Förderbedingungen in den einzelnen Ländern ab. SMA werde weiterhin flexibel auf die Marktsituation reagieren und die Produktion an die Bedingungen anpassen. Der SMA-Vorstand geht davon aus, dass der Photovoltaik-Weltmarkt 2020 um bis zu 20 Prozent wachsen wird. Allerdings sei ein Rückgang um bis zu zehn Prozent auch nicht auszuschließen. (Sandra Enkhardt)