15,8 Gigawatt neue Photovoltaik-Leistung 2010

Die Analysten von iSuppli Corp. haben ihre Prognosen für die neu installierte Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr nach oben korrigiert. Es sei ein Wachstum von insgesamt 15,8 Gigawatt neu installierter Kapazität weltweit zu erwarten, teilte das Beratungsunternehmen mit. Zuvor war iSuppli von einer nahezu Verdoppelung des Photovoltaik-Weltmarktes auf 14, 2 Gigawatt ausgegangen. 2009 waren global 7,2 Gigawatt Solarleistung neu installiert worden.

Als Grund für das starke Wachstum nannte das Beratungsunternehmen das außerordentliche Wachstum auf dem deutschen Markt im zweiten Quartal 2010. Der starke Zubau habe die ursprünglichen Erwartungen für das erste Halbjahr übertroffen, sagte iSuppli-Analyst Stefan de Haan. Dies habe an den „exzellenten Investitionsbedingungen“ in Deutschland sowie der angekündigten Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli gelegen. Diese Faktoren hätten das Wachstum in Deutschland beflügelt. 

Für das kommende Jahr gehen die iSuppli-Analysten von einem weiteren Wachstum aus. Allerdings senken sie ihre Zubau-Prognose von 20,2 auf 19,3 Gigawatt für 2011 leicht ab. Dennoch zeigen sich die Analysten überzeugt, dass es auch einen „sehr starken“ Photovoltaik-Markt im kommenden Jahr geben wird. Allerdings werde es gerade im ersten Halbjahr immer wieder saisonal bedingte Rückgänge bei den Photovoltaik-Installationen geben. Dies werde aber zu weiter fallenden Modulpreisen führen, was zugleich die Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten im zweiten Halbjahr wieder steigern werde. Die Analysten erwarten, dass die Preise für kristalline Solarmodule im ersten Halbjahr um insgesamt 15 Prozent sinken werden. Damit würden sich auch Photovoltaik-Installationen in Deutschland wieder lohnen. ISuppli prognostiziert für das kommende Jahr ein Wachstum von 9,4 Gigawatt für den deutschen Photovoltaik-Markt. Allerdings gebe es in anderen wichtigen europäischen Märkten einige Unsicherheit, die zur Senkung der iSuppli-Prognose führte. So stünden in Frankreich, Spanien, Tschechien und Belgien drastische Einschnitte bei der Solarförderung bevor. (Sandra Enkhardt)