SMA-Wechselrichter erfüllen Mittelspannungsrichtlinie

Die Zentral-Wechselrichter Sunny Central 400, 500 und 630HE-11 der SMA Solar Technology AG haben ein Zertifikat gemäß der Mittelspannungsrichtlinie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BEDW) erhalten. Dies bescheinigt die Fähigkeit der Photovoltaik-Wechselrichter, Blindleistung einzuspeisen und sich an der Spannungshaltung sowie der Netzstützung zu beteiligen. Nach Angaben von SMA sind es die ersten Wechselrichter, die in Deutschland zertifiziert wurden. Dieses Zertifikat sei wiederum die Voraussetzung für die von der BDEW-Richtlinie geforderten Anlagenzertifikate für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung ab einem Megawatt.

Nach dem novellierten EEG müssen Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 100 kW Leistung in der Lage sein, sich am Einspeisemanagement zu beteiligen und die eingespeiste Wirkleistung auf definierte Prozentsätze ihrer Nennleistung zu begrenzen. Dies solle Problemen entgegenwirken, die bei der Einspeisung von großen Mengen an Solarstrom in das öffentliche Stromnetz entstehen können.

Erzeugungsanlagen, die auf Mittelspannungsebene einspeisen, werden damit ebenso an der Netzregulierung beteiligt, wie Systeme auf Hoch- und Höchstspannungsniveau. Dazu gehört, dass sich Anlagen im Mittelspannungsbereich im Fehlerfall nicht wie bisher sofort vom Netz trennen dürfen, um den Spannungserhalt im Netz nicht zu gefährden. 

SMA-Technologievorstand Roland Grebe erklärt: "Um das Ziel der EPIA (European Photovoltaic Industry Association) von zwölf Prozent Solarstromanteil im Jahr 2020 in Europa zu erreichen, ist ein umfassendes Netzmanagement unabdingbar. Deshalb hat sich SMA schon frühzeitig in diesem Bereich engagiert."  Da Solarstrom überwiegend zu Spitzenlastzeiten anfällt und meist dezentral eingespeist wird, bietet Photovoltaik gute Voraussetzungen für die Netzintegration. Die strengen Vorschriften der BDEW-Richtlinie "Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz" soll die Stabilität auch bei Fehlern im Netz erhalten. (Mirco Sieg)