Finanzkrise belastet Photovoltaik-Markt weltweit

2009 wird der Umfang des Photovoltaik-Markts um 15 Prozent auf zwölf Milliarden Dollar schrumpfen und bis 2012 nur relativ gering wachsen. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „The anatomy of a shakeout“ von Greentech Media und dem Prometheus Institut für nachhaltige Entwicklung. Die Nachfrage werde in diesem Jahr nur um 13 Prozent auf fünf Gigawatt wachsen. Dies sei der geringste Zuwachs seit 1994, prognostizieren die Experten in ihrer Analyse zur Entwicklung der weltweiten Nachfrage auf dem Photovoltaik-Markt. Gründe dafür seien die Absatzprobleme der Photovoltaik-Branche auf den Märkten in Spanien und Deutschland in Verbindung mit der der weltweiten Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen auf die Projektfinanzierung und Kreditgewährung. Gleichzeitig erwarten die Marktforscher aber, dass Solarstrom in einigen Ländern bereits in diesem Jahr Netzparität erreichen wird.

Fallende Modulpreise

Nach der Studie werden sich die dramatisch fallenden Preise im Jahr 2009 auf die Hauptakteure der Photovoltaik-Branche auswirken. Die Analysten erwarten, dass die Hersteller, die auf monokristalline und Dünnschichttechnologie setzen, einen Kostenvorteil von 30 Prozent gegenüber Produzenten von multikristallinien Solarzellen haben. So werde der durchschnittliche Verkaufspreis für Module im Laufe dieses Jahres auf unter 2,50 Dollar pro Watt und im kommenden Jahr unter zwei Dollar pro Watt fallen. Der Preisdruck auf der Nachfrageseite werde die Unternehmen dazu zwingen, ihre Preise zu senken, heißt es weiter. Die globalen Modulkapazitäten werden bis 2012 auf 27,5 Gigawatt steigen. Die Dünnschichttechnologie wird ihren Marktanteil bis dahin auf 34 Prozent erhöhen können, wie es weiter heißt. Bis 2012 werde die Hälfte des Wachstums der Photovoltaik-Branche auf Dünnschichtmodule entfallen.

Marktverlagerung nach Asien

Die Autoren der Studie erwarten überdies, dass kurzfristig asiatische Hersteller von multikristallinen und CIGS-Solarzellen den Markt dominieren werden. Hersteller aus Fernost würden bis 2012 einen Anteil von 82 Prozent bei der Versorgung mit multikristallinen Siliziumzellen haben. Dies werde den Produzenten aus Asien erhebliche Vorteile gegenüber europäischen Herstellern verschaffen. Stabile Marktanteile sagt die Studie für CdTe- und monokristalline Solarzellenhersteller voraus.

„The anatomy of a shakeout“ – wörtlich übersetzt „Die Anatomie der Marktbereinigung“ – enthält zwei separate Marktforschungsberichte, die sich mit der Photovoltaik-Produktion, -Technologien und den Kosten einerseits, mit der Entwicklung der Nachfrage auf dem weltweiten Photovoltaik-Markt andererseits befassen. Die 200-seitige „2009 Global PV Demand Analysis and Forecast“-Studie enthält überdies die genaue Analysen und Graphiken zur Entwicklung von mehr als 100 Unternehmen weltweit bis 2015. Der zweite Report „PV Production, Technology and Cost, 2009 Forecast“ umfasst 174 Seiten. Interessenten können die beiden Reports beiAdrian Fopp von Greentech Media bestellen.(SE)