Stimmung im deutschen Handwerk

Laune trübt sich wieder ein

Die dunkle Jahreszeit hat dem erfreulichen Stimmungshoch der vergangenen Monate jetzt doch ein Ende bereitet: Die Laune der Elektro- und SHK-Handwerker nimmt ebenso ab wie das Tageslicht. Besonders im Osten der Republik ist bei den Befragten die Stimmung deutlich schlechter als in den alten Bundesländern: Die Indexwerte liegen unter der magischen Punktgrenze von 100, die bei unserem Stimmungsbarometer die Optimisten von den Pessimisten scheidet.

Der Stimmungsindex für das Elektrohandwerk ist insgesamt deutlich gesunken. Das liegt vor allem daran, dass sich die Befragten im Norden und Süden der Republik pessimistischer zeigen als im Vormonat. Im Westen ist die Laune gleichbleibend gut, im Osten fast unverändert schlecht – die Region ist und bleibt das Schlusslicht.

Die Betriebe für Sanitär, Heizung und Klima können das Niveau des Vormonats ebenfalls nicht halten. Besonders im Norden und im Osten hat sich die Stimmung deutlich verdüstert. Im Westen und Süden dagegen ist die Laune der befragten Handwerker erstaunlich stabil.

Die Stimmung der Branchen Elektro sowie Sanitär, Heizung, Klima wird damit von den gleichen dichten Wolken verdunkelt, die auch über den internationalen Konjunkturhimmel ziehen und dafür sorgen, dass die Weltwirtschaft sich weiter abkühlt. Und: Die Handwerker haben sich bereits auf die bevorstehende Reduktion der Einspeisevergütung eingestellt – offenbar rechnen sie angesichts der Entwicklung bei Vergütungen und Modulpreisen mit sinkenden Umsätzen und einer entsprechenden Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr.

Die Unternehmensberatung Querschiesser aus Xanten erhebt in Kooperation mit der Solarpraxis AG und dem photovoltaik-Magazin in regelmäßigen Abständen den Konjunkturindikator für die Photovoltaikbranche. Seit April 2007 wird der Gesamtindex zusätzlich durch die Befragung von 580 Elektrobetrieben ermittelt.

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So lesen Sie den Index:

Die Auswahl der möglichen Antworten reichte von „deutlich besser“ bis „deutlich schlechter“, in sechs Abstufungen. Anschließend wurden diese Trends nach vier Regionen aufgeschlüsselt, wobei die Postleitzahlen zur Zuordnung der Betriebe dienten. Die Postleitzahlgebiete 0 bis 1 markieren den Osten, 2 bis 3 den Norden, 4 bis 6 den Westen und 7 bis 9 den Süden Deutschlands. Darüber hinaus wird ein landesweiter Gesamttrend ermittelt.

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