Im Süden Deutschlands werden aber weiterhin die meisten Photovoltaik-Anlagen gebaut. Gemessen an der Landesfläche lagen aber Berlin und das Saarland bei der installierten Photovoltaik-Leistung im vergangenen Jahr ganz vorn, wie das AEE-Portal „Förderal Erneuerbar“ veröffentlichte. Beim Zubau je 1000 Einwohner liegen die östlichen Bundesländer ganz vorn.
Nach einem eher enttäuschenden Jahresausklang sind im Januar wieder deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen in Deutschland installiert worden. Auch der Markt für Freiflächenanlagen bis 750 Kilowatt hat deutlich Fahrt aufgenommen. Die Solarförderung bleibt im März unverändert.
Vor einem Jahr sorgte der unerwartet starke Zubau im Dezember dafür, dass eine Erhöhung der Solarförderung ausblieb. In diesem Jahr spekulierten einige Marktteilnehmer erneut auf die einmalige Erhöhung der Photovoltaik-Einspeisevergütungen um 1,5 Prozent ab Februar. Doch auch wenn es keine Jahresendrallye 2017 gab, so waren es letztlich Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 2,095 Megawatt zuviel, die im zweiten Halbjahr gemeldet wurden. Nachträgliche Korrekturen der Zubauzahlen sind wahrscheinlich, aber werden nicht zu einer rückwirkenden Neuberechnung der Degression führen, wie die Bundesnetzagentur erklärte.
Im Dezember sind bei der Bundesnetzagentur nochmals neue Photovoltaik-Anlagen mit gut 157,8 Megawatt gemeldet worden. Knapp die Hälfte davon trugen die Freiflächenanlagen bei. Die Solarförderung bleibt auch in den kommenden drei Monaten stabil.
Nach den jüngsten Veröffentlichungen des türkischen Übertragungsnetzbetreibers TEİAŞ ist die kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung in der Türkei bis zum Jahresende auf 3,42 Gigawatt gestiegen. Die Jahresendrallye war durch eine Kürzung der Einspeisevergütung um 25 Prozent für die unlizenzierten Projekte zum 1. Januar 2018 ausgelöst worden.
Nach den fast 35 Gigawatt im Jahr davor sind nochmals deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen in China installiert worden. Gut ein Drittel der Neuanlagen aus dem vergangenen Jahr sollen nach AECEA-Schätzungen sogenannte distributed Photovoltaik-Anlagen sein.
Nach ersten Schätzungen geht Swissolar von einer Stagnation der Photovoltaik-Nachfrage im vergangenen Jahr aus. Für dieses Jahr ist der Verband jedoch optimistisch und erwartet ein Marktwachstum auf mehr als 300 Megawatt.
Zwischen Juli und September lag die Photovoltaik-Nachfrage das achte Quartal in Folge über zwei Gigawatt. Dennoch geht GTM Research davon aus, dass im Gesamtjahr der Zubau in den USA mit 11,8 Gigawatt gut 20 Prozent niedriger als 2016 ausfallen wird.
Ab dem kommenden Jahr wird die kostendeckende Einspeisevergütung durch die Einmalvergütung abgelöst. Nach Angaben von Swissolar lassen sich dadurch deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen fördern, allerdings sind weiter lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Der Photovoltaik-Eigenverbrauch wird zudem für Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe attraktiver.
Seit einiger Zeit macht eine Grafik die Runde. Ein niederländischer Wissenschaftler zeigt dabei auf, wie weit die reale Photovoltaik-Entwicklung weltweit und die Prognosen der Internationalen Energieagentur auseinanderklaffen.