Mit der Membran-Technologie lassen sich die beiden Stoffe kostengünstig und effizient von einander trennen, nachdem der grüne Wasserstoff durch das Erdgasnetz zu den Verbrauchern transportiert wird. Die Lösung entsteht im Zuge der Projektinitiative „Hypos“.
An dem europäischen Konsortium sind Arcelor Mittal Bremen, EWE, FAUN, Gasunie, swb und Tennet als Industriepartner beteiligt. Sie wollen die Wasserstofftechnologie im Markt integrieren und skalieren. Bis 2026 sollen bis zu 400 Megawatt Elektrolyse-Kapazitäten aufgebaut werden.
Die geplanten grenzüberschreitenden Vorhaben zielen auf die gesamte Wertschöpfungskette, von der Erzeugung bis zur Nutzung des Wasserstoffs. Die Partner wollen sich um eine EU-Förderung als „Projekt von gesamteuropäischem Interesse“ bewerben.
Die Bonner Behörde hat die beantragten Investitionsmaßnahmen „Element eins“ von Tennet und „Hybridge“ von Amprion abgelehnt, da es keine originäre Aufgabe der Netzbetreiber sei, einen Elektrolyseur zur Umwandlung von Strom in Wasserstoff zu betreiben. Die Allianz für fairen Wettbewerb im Wasserstoffmarkt begrüßt die Entscheidung.
Die Technologie von Sunhydrogen imitiert die Photosynthese. Schmid Group erarbeitet für das US-Unternehmen jetzt ein Konzept für eine Fertigungsanlage im industriellen Maßstab.
Wegen ihres großen Wasserstoffbedarfs eignen sich die Standorte der Stahl-, Ammoniak- und Chemieindustrie gut für den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur. Zweite Bedingung ist der günstige Zugang zu erneuerbaren Energien. Agora Energiewende sieht das unter anderem in einem breiten Küstenstreifen zwischen Deutschland und Frankreich gegeben.
Das Bundeskabinett hat seinen Entwurf einer EnWG-Novelle verabschiedet. Darin enthalten ist eine Definition von Energiespeichern. Damit will die Koalition künftig verhindern, dass ein- und ausgespeicherter Strom doppelt mit Abgaben und Umlagen belastet wird. Neue Regeln zur Stromkennzeichnung sollen Tarife transparenter machen. Zudem sieht die EnWG-Novelle eine getrennte Regulierung von Gas- und Wasserstoffnetzen vor.
Goldbeck hat den Generalplanungsauftrag für den „Enapter Campus“ bekommen. Bereits ab Ende 2022 sollen an dem neuen Standort die ersten modularen Systeme zur Herstellung von grünem Wasserstoff produziert werden.
Die beiden Unternehmen wollen bei der Entwicklung von Elektrolyseuren im industriellen Maßstab für die Produktion nachhaltig erzeugten Wasserstoffs kooperieren. Zudem wollen sie gemeinsam die Förderung von Großprojekten im Rahmen des Green Deals der EU beantragen und am IPCEI-Programm für Wasserstoff teilnehmen.
Ein internationales Konsortium von 40 Organisationen aus Spanien, Deutschland, der Schweiz, Italien und Griechenland arbeitet an dem Leuchtturmprojekt „Orange Bat“. Der von Sunfire gelieferte Druckelektrolyseur soll es der Keramikindustrie in der Region Valencia ermöglichen, Erdgas durch grünen Wasserstoff zu ersetzen.