Die zwei Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 1,5 Megawatt Leistung sollen das Kieswerk Pfadt in Leimersheim mit erneuerbarem Strom versorgen. Die Module werden dafür auf einem Baggersee installiert.
Zum Einjährigen verkündet der Betreiber, dass sowohl die erzeugte Solarstrommenge als auch der Eigenverbrauchsanteil höher als kalkuliert war. Der Kieswerksbesitzer Ossola konnte seine Stromkosten mit der schwimmenden Photovoltaik-Anlage um zehn Prozent drücken.
Es ist das vierte Projekt dieser Art des Münchner Konzerns im Nachbarland binnen kürzester Zeit. In zwei Monaten will Baywa re den schwimmenden Solarpark mit 27,4 Megawatt fertigstellen und dies weitgehend CO2-neutral.
Das technische Potenzial schätzt das Fraunhofer ISE sogar auf 56 Gigawatt. Die Freiburger Wissenschaftler empfehlen, etwa über die Innovationsausschreibungen zusätzliche Anreize für die Entwicklung von Floating-Photovoltaik in Deutschland zu setzen. Die Kosten für die schwimmenden Photovoltaik-Anlagen sind im Schnitt 10 bis 15 Prozent höher als für herkömmliche Solarparks.
Die Anlage mit einer Leistung von 1,2 Megawatt entsteht auf einem Baggersee in den Niederlanden. Der Strom wird vor Ort für den Abbau von Sand und Kies genutzt.
Der Schweizer Energieversorger hat eine Photovoltaik-Anlage mit 448 Kilowatt auf dem Stausee Lac des Toules installiert, der sich auf 1810 Meter Höhe in den Schweizer Alpen befindet. Die Anlage wird voraussichtlich extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sein, dennoch wird erwartet, dass sie bis zu 50 Prozent mehr Solarstrom liefert als vergleichbare Projekte im Flachland.
Der erzeugte Solarstrom wieder zu großen Teilen direkt von dem Kieswerksbetreiber genutzt. Bis Anfang Mai ist die Fertigstellung der Photovoltaik-Anlage geplant. Auch in Nordrhein-Westfalen werden derzeit schwimmende Photovoltaik-Anlagen in größerem Stil geplant.