Mit hoher Geschwindigkeit treibt Gunter Erfurt, neuer CEO der Schweizer Meyer Burger Technology AG, den Aufbau einer neuen Solarzellen- und Modulproduktion in Deutschland voran. In Bitterfeld-Wolfen, Sachsen-Anhalt und Freiberg, Sachsen, den ehemaligen Standorten der Solarfirmen Sovello und Solarworld, will Meyer Burger bereits im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion beginnen, jährlich 400 MW in der […]
Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 22. Juli. Das Unternehmen will damit 165 Millionen Schweizer Franken erlösen, die es für den Wandel vom Anlagenbauer zum Modul- und Zellhersteller benötigt.
Die Produktion der hocheffizienten Solarzellen in Bitterfeld-Wolfen und Solarmodule in Freiberg soll im ersten Halbjahr 2021 starten. Ein Ausbau auf fünf Gigawatt ist vom dem Schweizer Technologiekonzern bereits geplant.
Mit einer Kapitalerhöhung mit einem erwarteten Bruttoerlös von 165 Millionen Schweizer Franken will das Unternehmen den Aufbau von Kapazitäten für hocheffiziente Solarzelle und Solarmodule in Deutschland finanzieren. Die Produktion soll im nächsten Jahr starten. Mit dem Schritt zum Photovoltaik-Hersteller will Meyer Burger langfristig profitabel werden. Die strategische Partnerschaft mit REC wird nicht fortgesetzt.
Die Aktionärsgruppe hatte sich unter anderem für die Wahl ihres Vertreters in den Verwaltungsrat des Photovoltaik-Technologiekonzerns stark gemacht. Dieses Ziel hat sie vor wenigen Tagen erreicht.
Der Schweizer Technologiekonzern bestätigte auf der Generalversammlung, dass er an der Umsetzung der nächsten Schritte arbeitet. Kürzlich bestätigte CEO Gunter Erfurt, dass Meyer Burger den Aufbau einer hochskalierten Produktion für seine Heterojunction-Zellen und -Module in Deutschland evaluiert.
Der Schweizer Technologiekonzern erwägt eine große Fertigung für hocheffiziente Solarzellen und -module aufzubauen. Die Solarmodule sollen dann in schwimmenden Solarparks im Rheinischen Revier verbaut werden, wofür es viel Zustimmung aus Wissenschaft und Gesellschaft vor Ort gibt.
Im letzten Sommer hatte Meyer Burger mit einem nordamerikanischen Start-Up-Unternehmen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Heterojunction-Equipment geschlossen. Nun hat der potenzielle Kunde den Vertrag gekündigt.
In dem Werk sollen nach Willen von CEO Gunter Erfurt Heterojunction-Solarmodule produziert werden, die in schwimmenden Solarparks im Rheinischen Revier verbaut werden. Damit könnte ein Photovoltaik-Kraftwerk mit zehn Gigawatt Leistung entstehen und Nordrhein-Westfalen als Energieregion erhalten blieben, wie er in einem Radiointerview ausführt.
Bereits seit Mitte März befinden sich die deutschen Mitarbeiter des Schweizer Photovoltaik-Unternehmens in Kurzarbeit. Ab nächste Woche gilt das auch für die Schweizer Standorte.