Nach Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen hat die Behörde auch für Projekte in den Innovationsausschreibungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Höchstwerte um bis zu 25 Prozent zu erhöhen. In letzten Innovationsausschreibung gab es nur ein Gebot und Zuschlag, was sich mit den höheren Preisen wieder ändern soll.
Der Solarstrom aus der Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 13,5 Megawatt kann in dem Speicher mit 3,7 Megawattstunden zwischengespeichert werden. Zur Eröffnung kam selbst der sächsische Ministerpräsident vorbei.
Die derzeitige Förderkulisse für Agri-Photovoltaik-Anlagen lässt die Technologie nicht wettbewerbsfähig dastehen. Ein Netzwerk von Forschenden aus diesem Bereich hat in einem Positionspapier die großen Hürden identifiziert und Verbesserungsvorschläge vorgelegt.
Da es nur einen Zuschlag für das einzige Gebot für ein kombiniertes Photovoltaik-Speicherkraftwerk gab, fällt die Veröffentlichung des Gebotswerts unter das Betriebs- und Geschäftsgeheimnis des Bieters. Bei der Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden sank der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert leicht auf 8,74 Cent pro Kilowattstunde.
Alle Photovoltaik-Dachanlagen, die ab 30. Juli in Betrieb genommen worden sind, werden die im EEG 2023 verabschiedete höhere Solarförderung nach der Entscheidung aus Brüssel erhalten. Zudem genehmigte die EU-Kommission final die höheren Ausschreibungsvolumen für die noch ausstehenden Ausschreibungen für Freiflächen- und Dachanlagen in diesem Jahr sowie den Übergang zur gleitenden Marktprämie bei den Innovationsausschreibungen.
EDF Trading und E2M haben einen zehnjährigen PPA mit dem Projektentwickler für die Vermarktung des Stroms und der Flexibilitäten aus dem Speicher geschlossen. Seit kurzem ist die Kombination aus einem 5,1 Megawatt Photovoltaik-Kraftwerk und 1,7 Megawatt Großspeicher in Sachsen am Netz.
Für das Projekt sicherte sich Münch Energie einen Zuschlag in der Innovationsausschreibungsrunde vom April. Die Fertigstellung des kombinierten Photovoltaik-Speicher-Kraftwerks am Standort Beuna/Merseburg ist für kommendes Frühjahr vorgesehen.
Mit den Projekten im Rheinland und in Hessen hat sich der Projektierer bei der vierten Innovationsausschreibung durchgesetzt. Die Anlagen sollen im Sommer und Herbst 2023 in Betrieb gehen.
Im Uferbereich des geplanten Hambacher Tagebausees soll ein Solarpark mit 12,2 Megawatt entstehen, der mit einem 4,1-Megawatt-Batteriespeicher kombiniert wird. Die Anlage namens „PV Hambach I” ist laut RWE die vierte ihrer Art im Rheinischen Braunkohlerevier.
Der Versorger hat für das Projekt in einer Innovationsausschreibung den Zuschlag bekommen. Die Anlage kommt auf eine Leistung von 7,5 Megawatt.