Die Freiburger Forscher erreichten damit einen neuen Labor-Weltrekord. Nun geht es darum, die Photovoltaik-Technologie zur Marktreife zu bringen, wozu aber noch einige Entwicklungsschritte notwendig sind.
Rund 100 interessierte Unternehmensvertreter folgten dem Aufruf des Fraunhofer ISE und diskutierten mit dem Bundeswirtschaftsministerium über die Anforderungen für das Interessensbekundungsverfahren. Offen blieb die Frage, wie Betriebskosten berücksichtigt werden können und was die EU-Kommission erlauben könnte. Zwölf potenzielle Hersteller pitchten bereits ihre Konzepte.
Anders als von einigen lautstark befürchtet, wurde die Leistung der im April abgeschalteten Kernkraftwerke nicht durch ein Hochfahren der Braunkohlekraftwerke kompensiert. Tatsächlich stieg der Anteil der Erneuerbaren am Strommix, der beim Endverbraucher aus der Steckdose kommt, deutlich an. Der Anteil von Strom aus Kohle fiel um über 20 Prozent. Und die Börsenstrompreise fielen auch gleich um 45 Prozent.
Propan als Kältemittel bietet viele Vorteile bei der Umweltverträglichkeit von Wärmepumpen. Die Forscher des Fraunhofer ISE konnte die notwendige Menge des Gases im Kältekreislauf auf ein Fünftel der marktüblichen Menge reduzieren.
In den vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekten „Pero-Si-SCALE“ und „LiverPool“ wird nach verschiedenen Wegen für die Herstellung dieser hocheffizienten Photovoltaik-Produkte geforscht. Mit der Technologieplattform soll ein schneller Transfer der Laborergebnisse in die Industrie möglich werden. Dazu wird auch bis 2024 eine Pilotlinie entstehen, die die Herstellung der Tandemsolarzellen und -module auf einem industrielles M12-Waferformat zum Ziel hat.
Ein Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer ISE arbeitet zurzeit an Verfahren, um die Effizienz von Perowskit-Silizium-Photovoltaik-Modulen exakt bestimmen zu können. So soll der Weg in die industrielle Umsetzung geebnet werden.
Die Pilotanlage in Baden-Württemberg soll neben Strom auch verschiedene Beerensorten produzieren. Erste positive Ergebnisse gibt es derweil von einem Projekt in Österreich, dass Agri-Photovoltaik mit dem Anbau von Äpfeln kombiniert.
Einer von Iliotec beauftragten Analyse des Fraunhofer ISE zufolge steigen mit der Agri-Photovoltaik auch die landwirtschaftlichen Erträge, vor allem bei Gemüse und Raps. Der entscheidende Faktor ist dabei der Reihenabstand der Solarsysteme.
Lichtbögen können im Extremfall die Anlage in Brand setzen. Sie entstehen etwa durch fehlerhafte Lötstellen. Das Fraunhofer ISE hat auch an der neuen internationalen Norm zu den Detektoren mitgearbeitet.
Mit dem neuen Testfeld wollen die Fraunhofer-Forscher Labor- und Freilandmessungen verbinden. So sollen sich Photovoltaik-Module deutlich schneller charakterisieren lassen. Das Testfeld dient auch der Untersuchung integrierter Photovoltaik-Technologien, etwa Agri-Photovoltaik-Systemen.