Die in den USA ansässige Investment-Banking-Gruppe Roth Capital Partners hat von vier Blitzexplosionen am Sonntag und einer fünften am Montag berichtet, „die sich in einer kettenreaktionsartigen Abfolge durch die GCL-Anlage über mehrere Systeme hinweg gezogen haben“. Auch beim chinesischen Polysilizium-Konkurrenten Daqo steht ein Teil der Produktion nach einem Feuer still.
Der Chemiekonzern aus München geht davon aus, dass das chinesische Handelsministerium Ende Oktober eine Entscheidung treffen wird. Das US-Werk von Wacker befindet sich nach der vorübergehenden Stilllegung wegen einer Explosion noch in der Hochlaufphase.
Die zuständigen Sicherheitsbehörden des US-Bundesstaates Tennessee haben ihren Bericht zur Wasserstoffexplosion in dem Polysilizium-Werk des deutschen Herstellers in Charleston vorgelegt. Sie fordern 25.400 US-Dollar an Bußgeldern von Wacker Chemie für Verstöße gegen verschiedene Vorschriften. Der Hersteller arbeitet derweil weiter an der Wiederaufnahme der Produktion.
Ein technischer Defekt war die Ursache der Explosion. Gegen den Produktionsausfall ist der Münchner Konzern versichert, so dass keine größeren finanziellen Folgen erwartet werden.