Verwundert hat sich die deutsche Öffentlichkeit letzte Woche über die unternehmerische Neuordnung von RWE und Eon die Augen gerieben, den Kopf geschüttelt und angefangen nachzudenken, was das denn bedeutet. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) und wissenschaftlicher Chair der Energy Watch Group (EWG) hat es auf den Punkt gebracht: Es ist der Ausstieg […]
Nach Ansicht der Energiekonzerne wird der Deal beide Unternehmen stärken, die sich künftig auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren sollen. Bis zu 5000 Arbeitsplätze sind durch die Übernahme des Innogy-Anteils von RWE bei Eon jedoch gefährdet. Eon veröffentlichte fast zeitgleich auch noch seine Geschäftszahlen für 2017.
Es geht um 76,8 Prozent, die RWE an Innogy hält und die Eon nun durch einen weitreichenden Tausch von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erwerben will. Die Vereinbarung sieht vor, die Geschäftsbereiche neu aufzuteilen und dabei das Erneuerbaren-Geschäft unter dem Dach von RWE anzusiedeln, während Eon sich auf Energienetze und Kundenlösungen fokussieren soll.
Mit der neuen Partnerschaft will Eon künftig Nissan-Kunden Komplettlösungen für ihre Elektroautos anbieten. Ebenfalls im Bereich Elektromobilität plant RWE-Tochter Innogy mit dem deutschen Mobilitätsdienstleister DKV ein Joint Venture. Im Fokus stehen hier gewerbliche Flottenbetreiber europaweit.
Der Energiekonzern hat 16.000 Smart Meter Gateways beim Hersteller PPC bestellt. Noch in diesem Jahr will Eon den Rollout starten. Die Gateways von PPC sind bisher noch nicht vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert.
Besitzer von Photovoltaik-Anlagen können in die „Solarcloud“ unbegrenzt Solarstrom einspeisen, der dann auf ihrem Konto gutgeschrieben wird. Rechnerisch ist damit eine 100-prozentige Selbstversorgung mit Solarstrom ohne eigenen Speicher möglich. Eon will die neue Lösung in Deutschland und Italien anbieten.
In Kooperation mit dem schwedischen Autohersteller Uniti will der deutsche Energiekonzern den Markt für urbane Elektromobilität revolutionieren. Ab 2019 soll der futuristische Uniti One auf den Markt kommen und Eon will die Käufer des Elektroautos dann für fünf Jahre mit kostenlosem Solarstrom versorgen.
Schon jetzt haben Wind-, Photovoltaik- und Wasserkraftwerke mehr Strom erzeugt als noch im gesamten Jahr 2016. Die Herbststürme im Norden sowie deutlich mehr Sonnenstunden im Süden haben die Produktion in die Höhe getrieben.
Als EU-Flaggschiffprojekt wird das Vorhaben in den kommenden drei Jahren von der Europäischen Kommission mit 10 Millionen Euro gefördert. Alle 120 bis 180 Kilometer auf dem Weg von Norwegen nach Italien ist der Bau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge geplant.
In den ersten drei Quartalen hat der Energiekonzern deutlich mehr Gewinn als im Vorjahr gemacht. Eon bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr.