Mit einer Modellierung von dynamischen Strompreisen für Haushaltskunden will die Behörde mehr Transparenz schaffen. Aufgrund der aktuell oft niedrigen Spotmarktpreise lohnen sich die Tarife häufig für Endkunden.
Ein Gutachten von Frontier Economics im Auftrag der Bundesnetzagentur bestätigt die Kritik des BDEW am laufenden NEST-Prozess. Nach Einschätzung des Verbands könnten die geplanten Methodenänderungen bei Effizienzvergleich, Kapitalkosten und Produktivitätsfaktor jene Netzbetreiber benachteiligen, die jetzt massiv in die Transformation investieren müssen. Investoren teilen diese Sorge und fordern verlässliche Rahmenbedingungen für den Netzausbau.
Die Behörde hat in einem Sachstandsbericht konkrete Vorschläge unterbreitet, in welche Richtung die Netzentgelte und Baukostenzuschüsse künftig ausgestaltet werden sollen. In Expertenworkshops will die Bundesnetzagentur die Ideen jedoch noch weiter vertiefen und auf Praktikabilität prüfen.
Im vergangenen Monat sind wieder mehr Photovoltaik-Freiflächenanlagen ans Netz gegangen. Für September liegt der Zubauwert weiterhin unter der Marke vom einem Gigawatt. Von Januar bis Oktober sind neue Photovoltaik-Anlagen mit gut 13 Gigawatt in Deutschland hinzukommen.
Interview: Die Bundesnetzagentur hat vor einiger Zeit FAQ zu Netzanschlüssen für Batterie-Großspeicher veröffentlicht. Demnach braucht es für große Batteriespeicher zwei Verfahren, um über Netzanschlüsse für Bezug und Einspeisung zu entscheiden. Was dies für den laufenden Prozess oder auch bereits getätigte Zusagen für den Netzanschluss großer Batteriespeicher bedeutet, ordnet Rechtsanwältin Britta Wißmann von der Kanzlei Watson Farley & Williams ein.
Die neue Veröffentlichung der Bundesnetzagentur zeigt, dass die Quoten beim Einbau von intelligenten Messsystemen in Deutschland weiter niedrig sind. Nach Einschätzung von Octopus Energy dürfte die Zielquote von 20 Prozent für die sogenannten Pflichteinbaufälle bis zum Jahresende verfehlt werden.
Gegenüber dem August hat sich die neu gemeldete Leistung der Photovoltaik-Anlagen damit mehr als halbiert. Die Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen, dass die schwache Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen anhält und auch deutlich weniger Freiflächenanlagen ans Netz gingen.
Immerhin 97 Prozent der erneuerbaren Erzeugung ist nach Angaben der Bundesnetzagentur im zweiten Quartal auch bei den Letztverbrauchern angekommen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich das Volumen der Redispatch-Maßnahmen mit Erneuerbaren um rund neun Prozent. Die Maßnahmen im Engpassmanagement und auch die damit verbunden Kosten sanken.
Nach der Auswertung der Bundesnetzagentur hat sich die Verfügbarkeit damit gegenüber 2023 erhöht. 9,2 Minuten der Versorgungsunterbrechungen gab es demnach 2024 in der Mittelspannung und 2,4 Minuten in der Niederspannung.
Netzentgeltrabatte für Großverbraucher in der Industrie soll es künftig nicht mehr dafür geben, dass sie Strom das ganze Jahr über in gleicher Höhe beziehen. Stattdessen sollen die Unternehmen Flexibilitätspotenziale erschließen, zum Beispiel mit Batteriespeichern. Stellungnahmen zu den Diskussionsvorschlägen sind bis 21. Oktober möglich.