Die Spanne der Zuschlagswerte für die Photovoltaik-Dachanlagen an 300 Kilowatt Leistung bewegten sich zwischen 5,70 und 8,28 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt verteilte die Bundesnetzagentur 136 Zuschläge für Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 154 Megawatt. Die Behörde kündigte Vereinfachungen für die nächste Ausschreibungsrunde an, die in Kürze veröffentlicht werden sollen.
Nach elf Monaten summierte sich der Brutto-Zubau der Photovoltaik-Anlagen 2021 in Deutschland damit auf 4844 Megawatt. Im Januar ist die Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen um weitere 1,4 Prozent gesunken.
Die bezuschlagten Gebote reichen von 75.000 bis 116.000 Euro pro Megawatt. Unter den Zuschlägen befindet sich einer für Unipers Kraftwerk „Staudinger Block 5“ mit einer Leistung von 510 Megawatt.
Der Verband will den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen mit seinem Merkblatt bei der Erfüllung der neuen Vorgaben helfen. Aktuell gilt noch eine Übergangsfrist bis Ende Februar 2022. Eigentlich sollten die neuen Vorschriften bereits seit 1. Oktober gelten.
Der Monitoringbericht der obersten Netzbehörde in Deutschland zeigt, was die Energiewende im Jahr 2020 geleistet hat. Kohle- und Kernkraftwerksabschaltungen führten dazu, dass die größten fünf Versorger immer weniger Marktanteile auf sich konzentrierten. Die Erneuerbaren machten im Jahr 2020 rund 45 Prozent des Marktes aus.
Die Ausschreibungsrunde war erneut deutlich überzeichnet. Mehr als die Hälfte der Zuschläge sowie der ausgeschriebenen Leistung ging nach Bayern.
Nach zehn Monaten sind in diesem Jahr damit brutto mehr als 4425 Megawatt Photovoltaik in Deutschland hinzugekommen. Im Dezember liegt die Einspeisevergütung für kleinen Photovoltaik-Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung erstmals unter 7 Cent pro Kilowattstunde.
Die Daten dienen der Bundesnetzagentur als Grundlage für die Genehmigung der Netzentgelte. Die nicht anonymisierte Veröffentlichung erlaubt nun eine Überprüfung der Entgelte von Netzbetreibern durch Dritte.
Der Brutto-Zubau der Photovoltaik-Anlagen hat sich bei über 400 Megawatt eingependelt – nach neun Monaten summiert liegt er über 4 Gigawatt. Die Solarförderung sinkt daher in den kommenden drei Monaten weiter um jeweils 1,4 Prozent.
Für Neuanlagen der Strom- und Gasnetze erhalten die Unternehmen künftig 5,07 Prozent Eigenkapitalzins, für Altanlagen 3,51 Prozent. Ursprünglich wollte die Bundesnetzagentur einen geringeren Zinssatz festlegen. Der BDEW ist trotzdem unzufrieden.