Der Freistaat erhöht die jährliche Höchstgrenze von aktuell 70 auf 200 Photovoltaik-Freiflächenanlagen pro Jahr. Der Zubau von Dachanlagen soll ebenfalls weiter forciert werden.
Ein- und Zweifamilienhausbesitzer erhalten für einen mit einer Photovoltaik-Anlage gekoppelten Speicher zwischen 500 und 3200 Euro. Wer dazu eine Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert, bekommt 200 Euro extra.
Bei den Ausschreibungen sind diese Flächen wegen der günstigen Realisierungskosten der Photovoltaik-Anlagen heiß begehrt. Der Freistaat reagiert auf das enorme Interesse und peilt nahezu die Verdreifachung des Kontingents an. Der Entwurf für die neue Verordnung befindet sich derzeit noch in der Anhörung.
Das Projekt verbindet eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 750 Kilowatt und einen Batteriespeicher mit zwei Megawatt Leistung. Bis zum Sommer soll das Projekt im Gewerbegebiet „Ost“ fertiggestellt sein.
Das Wirtschaftsministerium in München hat klargestellt, dass die Förderung nicht auf Eis liegt, sondern nur die Bearbeitung der Anträge vorübergehend ausgesetzt ist. Daher verzögern sich derzeit die Bescheide und die Auszahlung der Zuschüsse für Speichersysteme, die in Kombination mit neuen Photovoltaik-Anlagen installiert werden.
Der Freistaat kann derzeit keine Anträge mehr bearbeiten, weil es sich auf die Bewilligung der Soforthilfen für gefährdete Unternehmen konzentriert. Die Anträge auf den Zuschuss für neue Photovoltaik-Speicher bleiben jedoch gültig.
Im vergangenen halben Jahr gingen in Bayern mehr als 8.000 Anträge auf Speicherförderung ein. Der Freistaat verlangt die Abschaffung des Solardeckels – und will mehr Photovoltaik an Autobahnen und Bahnstrecken.
Die technologiespezifische Ausschreibung mit einem Volumen von 100 Megawatt war fast um den Faktor 5 überzeichnet. Das niedrigste Gebot betrug 3,55 Cent pro Kilowattstunde – ein neuer Rekord. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag mit 5,01 Cent niedriger als in der Runde zuvor.
Bis Ende des Monats läuft das Programm noch, danach soll es weiterentwickelt werden. Die seit August 2019 aufgesetzte Förderung von Batteriespeichern in Kombination mit neuen Photovoltaik-Anlagen setzt der Freistaat jedoch fort.
In Bayern ist kurz nach Weihnachten auf eine Photovoltaik-Freiflächenanlage geschossen worden. Der Sachschaden wird mit 20.000 Euro beziffert.