Die Regierung in Paris, die bislang nur technologiespezifische Ausschreibungen für die beiden erneuerbaren Technologien abgehalten hat, will nun mit den gemeinsamen Aktionen weitere Kostensenkungen erreichen. Für die erste Ausschreibung können Gebote für Photovoltaik- und Windkraftprojekte mit maximal 18 Megawatt Leistung abgeben werden.
Der Durchschnittspreis bei einer Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen ab 750 Kilowatt in Deutschland ist erstmals unter die Marke von 5,00 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Insgesamt 20 Zuschläge mit 222 Megawatt Gesamtleistung vergab die Bundesnetzagentur. Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert die neue Bundesregierung angesichts des neuerlichen Preisrutsches auf, endlich die Barrieren für einen dynamischeren Photovoltaik-Ausbau aus dem Weg zu räumen.
Interview: In der jüngsten Ausschreibung in Saudi-Arabien gab es das Rekordgebot von gerade einmal 0,06697 saudi-arabische Real (1,517 Eurocent) pro Kilowattstunde für eine 300-Megawatt-Photovoltaik-Anlage. Aymen Grira von der französischen Beratungsgesellschaft Altran ordnet dieses Gebot im Gespräch ein und äußert sich zum Photovoltaik-Potenzial in der MENA-Region im Allgemeinen.
Ein Konsortium aus Masdar und EDF hat angeboten, Photovoltaik-Anlagen für umgerechnet gerade einmal 1,517 Eurocent pro Kilowattstunde bauen zu wollen. Sieben der acht abgegebenen Gebote blieben unter der Marke von 2,5 Eurocent pro Kilowattstunde. Die Sieger werden Ende Januar bekanntgegeben.
Nach 96 Prozent in der ersten Runde sind auch aus der zweiten Ausschreibung der überwiegende Teil der Photovoltaik-Freiflächenanlagen realisiert worden. Die Bundesnetzagentur sieht darin die Verstetigung eines Trends.
Das erfolgreiche Konsortium bei der Ausschreibung für die Gigawatt-Anlage im türkischen Konya hat seinen Zeitplan konkretisiert. pv magazine liefert ein Update über den Stand beim geplanten Photovoltaik-Kraftwerk mit einem Gigawatt Leistung sowie der damit verbundenen Modulfertigung.
Die Abgabefrist für die Gebote läuft bis zum 2. Oktober. Das Kontingent für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten in Bayern und Baden-Württemberg ist noch nicht ausgeschöpft.
Insgesamt hat die Regierung in Paris Zuschläge für Photovoltaik-Projekte mit 507,6 Megawatt erteilt. Die Ausschreibung war offen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Leistung zwischen 500 Kilowatt und 17 Megawatt.
Photovoltaik-Projekte mit 3909 Megawatt haben in der zweiten Runde einen Zuschlag erhalten. Dies sind nochmal etwa 400 Megawatt mehr, als der Verband UNEF nach vorläufigen Prognosen geschätzt hatte.
Details zur Photovoltaik-Ausschreibung im Juni hat die Bundesnetzagentur jetzt in einem Hintergrundpapier veröffentlicht. Der nächste Gebotstermin für Solaranlagen ist der 1. Oktober 2017.