Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sind aufgrund niedrigerer Metallkosten und größerer Stückzahlen 2024 auf ein Rekordtief gefallen. Nun erwarten Marktforscher, dass sie sich wieder stabilisieren werden.
Die PIK-Forscher haben ermittelt, dass nur sieben Prozent der weltweit für 2023 vorgesehenen Projekte tatsächlich in Betrieb gegangen sind. Angesichts der hohen Kosten plädieren sie für Quoten und andere nachfrageseitige Instrumente, um Anreize zum Bau von Elektrolyseuren und anderen Wasserstoff-Technologien zu setzen.
Der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zufolge ist der Primärenergieverbrauch 2024 um 1,3 Prozent gesunken. Damit liegt er circa 30 Prozent unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Die Erneuerbaren steuerten knapp 20 Prozent zum Energiemix bei. Die energiebedingten CO2-Emissionen sinken um drei Prozent.
Stefan Kapferer spricht sich in einem Interview mit der „Welt“ ausdrücklich für eine gesetzliche Regelung aus, die es Netzbetreibern erlaubt, aktiv Photovoltaik-Anlagen anzusteuern und notfalls abzuregeln. Gerade für die Jahre 2025 und 2026 sieht er ansonsten die Netzstabilität gefährdet. Mit dem Zubau großer Batteriespeicher an den richtigen Stellen könnte sich das Problem danach wieder lösen, so der Chef des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz. Solange sollte jedoch der Photovoltaik-Zubau nicht weiter beschleunigt werden.
Im letzten Jahr wurden auf Mehrfamilienhäusern 1.970 Anlagen mit zusammen 133 Megawatt Leistung installiert, nach 1.700 Anlagen mit 108 Megawatt Leistung im Vorjahr. Das zeigt eine Datenanalyse von Naturstrom.
Der Verband ZVEH warnt davor, Hausbesitzer durch Diskussionen um eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes zu verunsichern. Ordnungspolitik mit verlässlichen Rahmenbedingungen müsse Vorrang vor Förderungen bekommen.
Viele der Projekte befinden sich in einem sehr frühen Planungsstadium. Allerdings registrieren auch Verteilnetzbetreiber teilweise viele Netzanschlussanfragen für große Batteriespeicher. So liegen allein den Eon-Verteilnetzbetreibern auch mehr als 2000 Anfragen für knapp 100 Gigawatt vor.
Der Bundeszuschuss zur Stabilisierung des EEG-Konto beläuft sich im Gesamtjahr 2024 auf 18,489 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus der Stromvermarktung sind 2024 gegenüber dem Vorjahr stark gesunken, die Ausgaben hingegen gestiegen.
Die italienische Regierung hat die Anreize für Photovoltaik-Projekte mit Modulen „made in EU“ im Rahmen seiner Steuergutschriftregelung Transizione 5.0 ausgeweitet. Sie deckt nun bis zu 35 Prozent der Kosten.
Die Analysten rechnen mit einer Verdreifachung der installierten Photovoltaik- und Windenergie-Leistung in Europa bis 2050. Der Zubau genügt aber nicht, um die europäischen Klimaziele zu erreichen.