Bis Juni sind an dem Standort noch Rotorblätter für Windkraftanlagen hergestellt worden. Bald werden Batterien aus dem selben Werk kommen. Das hat der Batteriehersteller Svolt in einer Pressekonferenz mit hochrangigen Politkern bekannt gegeben.
Die Organisation fordert eine deutschlandweite Pflicht, Photovoltaik-Anlagen auf Dächern zu installieren, auch im Bestand, ab 2028. Dabei ignoriert sie allerdings die Kapazitäten der Branche. Das erscheint vor dem Hintergrund fehlender Photovoltaik-Produktionskapazitäten in Europa und dem Fachkräftemangel naiv.
Fossile Brennstoffe sind sehr teuer geworden. Angesichts dessen, haben Forschende der LUT Universität berechnet, dass ein schnellerer Ausstieg aus der konventionellen Energieerzeugung bis 2035 günstiger wäre, als das wie bisher geplant, die Klimaneutralität bis 2050 zu schaffen.
Die Mühen der vergangen Jahrzehnte mindern die Abhängigkeit der europäischen Staaten von Gasimporten. In allen EU-Mitgliedstaaten zeigt sich deutliche Bewegung am Markt. Dass sich ein großzügiger Zubau lohnt, zeigt sich auch an der Tatsache, dass das Land mit dem höchsten Anteil an Photovoltaik im Strommix, bei weitem nicht das mit dem besten Wetter für Photovoltaik ist.
Eine Vorlage aus dem Ministerium sieht vor, kleine Photovoltaik-Anlagen auf Einfamilienhäusern und Gewerbegebäuden von der Steuer zu befreien. Noch befindet sich der Vorschlag in der Ressortabstimmung und könnte in Kürze vom Bundeskabinett beschlossen werden. Enpal fordert derweil, auch die Miete von Photovoltaik-Anlagen von der Umsatzsteuer zu befreien.
Die niederländische Behörde Radiocommunications Agency hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem sich ein Hacker Zugang zu Photovoltaik-Anlagen verschafft hat, die über ein Überwachungstool des chinesischen Unternehmens Solarman betrieben werden. Ein Unternehmenssprecher erklärte pv magazine, dass das Problem inzwischen behoben sei.
Die Europäer hätten schon einmal ihren Vorsprung der Photovoltaik-Branche verspielt. Beim Wiederaufbau sollten sie die Fehler der Vergangenheit vermeiden. Eine Diskussionsrunde in der Schweizer Botschaft brachte viele Probleme auf den Punkt, zeigte aber auch Lichtblicke. Solarpower Europe prognostiziert Verdoppelung des Zubaus in diesem Jahr.
Erst im Juni musste das Werk für Rotorblätter schließen. Doch möglicherweise hat sich schon ein Nachfolger für den Produktionsstandort gefunden. Dann würden statt Windrädern bald Batterien in der Lausitz produziert werden.
In einem Non-Paper wird der Vorschlag formuliert, den Strompreis unter anderem für erneuerbare Energien zu begrenzen. So soll sichergestellt werden, dass keine Einnahmen erzielt werden, die deutlich über den Kosten liegen.
Interview: Hans-Josef Fell hat gemeinsam mit den zwei noch lebenden Autoren des EEG, Michaele Hustedt (Grüne) und Dietmar Schütz (SPD), einen dringenden Appell an die Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlage geschickt, den Verbrauchern direkt den günstigen Ökostrom zur Verfügung zu stellen. Er fordert zudem Änderungen am Strommarkt. Demnach sollte der Merit-Order-Effekt durch zwei getrennte Märkte abgelöst werden – einen für die schnell wachsenden Erneuerbaren und einen für die Altenergien. Den Wechsel von EEG-Umlage zur Steuerfinanzierung des Ausbaus von Photovoltaik, Windkraft und Co. hält der Grünen-Politiker für einen krassen Fehler.