Auch dieses Jahr wurden wieder die Intersolar-Awards vergeben. Besonders stechen die fünf besten solaren Projekte rund um den Globus hervor, die teils mit einfacher, aber skalierbarer Technologie, teils mit technischen Innovationen die Jury überzeugten. Außerdem haben ein Modul, ein Wechselrichter, ein Produktionsgerät und drei Produkte aus dem Speicherbereich gewonnen.
Die Botschaft auf der Eröffnungspressekonferenz der Intersolar Europe 2016 in München war, dass Wachstum in der Solarindustrie in der Luft liegt, während die Preise weiter sinken. Um davon zu profitieren, müssen Energiespeicher und intelligente Netze gefördert werden. Auch für die Vollendung der Energiewende.
Der europäische Photovoltaik-Verband legte auf der EUPVSEC in München seinen „Global Market Outlook“ bis 2020 vor. Daraus geht auch hervor, dass in manchen Teilen der Welt Photovoltaik bereits günstiger ist als Windkraft an Land.
Interview: Philippe Malbranche, Generaldirektor des französischen Solarforschungsinstituts INES erklärt, warum seine Institution einen Workshop über Innovationen aus Frankreich organisiert. Die Innovationen umfassen die gesamte Wertschöpfungskette von der Sauerstoffmessung in der Kristallisierung bis zu Solaranlagen mit integriertem Batteriespeicher für französische Überseegebiete. Dort sind bei den letzten Ausschreibungen bereits Preise von 140 Euro pro Megawattstunde für Solarstrom inklusive Speicherung erreicht worden.
Das österreichische Photovoltaik-Unternehmen baut damit sein Serviceportfolio europaweit auf 800 Megawatt aus. Encome kündigte zudem weitere Übernahmen an. Abakus Solar hatte im April Insolvenz anmelden müssen.
Gerade die Bergbauindustrie in dem afrikanischen Land könnte von den immer weiter fallenden Photovoltaik-Preisen profitieren. Bei der jüngsten Ausschreibung für Solarparks lag das günstigste Angebot bei 6.02 US-Cent pro Kilowattstunde. Damit gewinnen Solar-Hybrid-Lösungen eine ganz neue Attraktivität.
Angesichts des weltweit rasanten Zubaus neuer Photovoltaik-Anlagen entsteht ein neuer Markt für die Zukunft. Die Rohstoffe aus ausgedienten Solarmodulen bieten IRENA und IEA-PVPS zufolge durch Recycling ein enormes Potenzial zur Widerverwendung, das noch erschlossen werden muss.
Kurzvorstellung Modulproduzenten in Europa: Die Photovoltaik-Fertigung in Wismar ist mit über 500 Megawatt die zweitgrößte in Europa. Das Werk ist jetzt wieder unter Kontrolle der ursprünglichen Erbauer von Centrosolar und ist auf flexible Produktion spezialisiert, was viele verschiedene Produkte und Auftragsfertigung möglich macht.
Kurzvorstellung Modulproduzenten in Europa: Ende 2013 hat Astronergy und die Chint-Gruppe, zu der Astronergy gehört, die ehemalige Conergy-Fabrik in Frankfurt an der Oder übernommen. Die Fertigung ist hoch automatisiert, beim Einkauf profitiert das Werk von den günstigen Konditionen, die die Chint-Gruppe erzielen kann, auf dem deutschen Photovoltaik-Markt steht die Nähe zum Kunden im Vordergrund.
Die Analysten gehen davon aus, dass der Anteil der Zentralwechselrichter dabei rückläufig sein wird, während Leistungselektronik auf Modulebene Marktanteile gewinnen wird. Die Preise für Photovoltaik-Wechselrichter werden voraussichtlich jährlich um zehn bis zwölf Prozent sinken.