Günstige Rahmenbedingungen für Photovoltaik-Diesel-Hybrid-Microgrids in Sambia

Teilen

In Sambia sind die sinkenden Photovoltaik-Kosten zu einem neuen Symbol der Hoffnung für die Bergbauindustrie im Land geworden. Diese ist mit Abstand der größte Stromabnehmer im Land und leidet besonders unter den Stromabschaltungen und höheren Energiepreisen, die in Folge anhaltender Trockenheit im vergangenen Jahr an der Tagesordnung sind, wie es nun in einer Analyse von GIZ/Deutsche Exportinitiative Energie und THEnergy heißt. Die Bergbauunternehmen reagierten darauf mit dem Einsatz von Notfall-Diesel-Generatoren für die Erzeugung der Grundlast. Dies ist aber eine teure Lösung. Auch Netzstrom sei für Bergbauunternehmen zu Jahresbeginn auf einen Preis von 10,35 Cent pro Kilowattstunde angehoben worden und weitere Steigerungen seien zu erwarten. Sambia setzt vorwiegend auf Strom aus Wasserkraft.

Eine preisgünstigere Alternative könnte nun die Photovoltaik sein. Eine Ausschreibung der Entwicklungsgesellschaft Industrial Development Cooperation in Sambia für zwei Solarparks mit 50 Megawatt Leistung habe ein günstigstes Angebot von 6,02 US-Cents pro Kilowattstunde erbracht. Dies liege deutlich unter den Kosten, die für Notstrom-Erzeugung bei den Bergbauunternehmen fällig würden. Die Analyse zeige, dass lokale Solar-Diesel-Hybrid-Microgrids daher eine interessante Alternative darstellten.

„Wir haben in anderen Ländern der Region beobachtet, dass Industriekunden wie Bergbauunternehmen einen Großteil ihrer Gewinne aufgrund unzuverlässiger Stromerzeugung verlieren,“ sagt Tobias Cossen, Projektmanager für das südliche Afrika bei PEP, „In Sambia haben diese negativen Effekte zwei Dimensionen: neben deutlichen Produktionsausfall auch höhere Stromkosten.“ Bergbauunternehmen reagierten darauf, indem sie ihre Stromversorgung autarker gestalteten.

Photovoltaik sei gerade in Sambia eine gute Alternative dafür. „Die jüngste PV-Ausschreibung kommt zur rechten Zeit”, erklärt Thomas Hillig, Gründer von THEnergy. “Sie verdeutlicht, welche Entwicklung die Solar-Energie in den letzten Jahren genommen hat. Ein Preis von 6,02 US-Cents/Kilowattstunde ist konkurrenzfähig mit jeglicher Art von konventioneller Energie – besonders in einer Region, die an einem Mangel an Spitzenlast-Kapazität während des Tages leidet.“ Neben dem Preis gibt es weitere Vorzüge von Solar-Diesel-Hybrid-Microgrids-Lösungen. Sie brächten eine stabile Versorgung auf in netzfernen Gebieten oder bei schwachen Netzen. In den Microgrids können Photovoltaik, Netzstrom und Notfall-Diesel-Strom in einem System integriert werden. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.