Marktübersicht Gewerbe- und Großspeicher: Das rasante Wachstum im Batteriespeichermarkt in Deutschland spiegelt sich in unserer Marktübersicht für Gewerbe- und Großbatteriespeicher wider. Unser Update enthält nun 75 Anbieter, die 365 Produkte und Dienstleistungen vorstellen. Unter den 137 neuen Einträgen gibt es interessante neue Geschäftsmodelle zu entdecken.
Heim-Energiemanagement: Von „Kann man haben“ über „Sollte man haben“ bis „Muss man haben“ – das scheint der Verlauf in Sachen Heim-Energiemanagementsystem zu sein. Doch gemessen daran, dass die Anforderungen an moderne Photovoltaikanlagen ohne ein solches System kaum mehr zu erfüllen sind, gibt es vor allem in puncto Kommunikationsprotokolle noch allzu viele offene Fragen, es fehlen allgemein gültige Standards. Das dürfte bei der kommenden The smarter E Europe ein zentrales Thema werden.
Smart-Meter-Pflicht: Mit dem Jahreswechsel startet der verpflichtende Rollout für Verbraucher ab 6.000 Kilowattstunden pro Jahr und für Betreiber von Photovoltaikanlagen mit mehr als sieben Kilowatt Leistung. Frank Borchardt, Senior-Projektmanager für Metering und Digitalisierung beim VDE FNN, erklärt im Interview, was das für Installateure und Anlagenbetreiber bedeutet.
Große Batteriespeicher: Die meisten Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber verzeichnen einen Ansturm von Netzanschlussanfragen. Die Ausbaugeschwindigkeit könnte sich deutlich beschleunigen. Das ist gut für den Ausgleich auf dem Strommarkt. Allerdings fehlt der Anreiz, netzdienlich zu planen.
Serie Energiemanager: Das „Leaflet HEMS“ von Consolinno ist ein Energiemanager und eine FNN-Steuerbox in einem und erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen. Selbst ohne Datencloud ist es in der Lage, steuerbare Verbraucher lokal zu optimieren. Unabhängigen Installateuren bietet es eine Alternative, die im Funktionsumfang den Geräten vieler großer Player mit ihren geschlossenen Systemen ähnelt.
Umstrukturierung: Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen auf Eigenheimdächern sank im vergangenen Jahr. Zahlreiche Insolvenzen von Installationsbetrieben waren die Folge. Im Gewerbesegment tun sich derweil neue Chancen auf. Wer den Umstieg wagen will, sollte einige Punkte beachten.
Standard: Eine neue VDE-Spezifikation für den Kaufprozess von Solarmodulen soll Einkäufern von Projektgesellschaften Zeit sparen und helfen, die Qualität zu sichern. Sie enthält auf vielen Seiten mit Bezug auf die entsprechenden Standards, was über das Produkt kommuniziert werden sollte und, wo es sich anbietet, eine Einteilung in drei Qualitätslevel.
Erlöspotenziale: Der Markt für große Batteriespeicher brummt wie nie zuvor in Deutschland. Algotrader versprechen, mit mehreren Zehntausend Handelsaktionen pro Tag den Erlös der Batterien zu maximieren. Bei genauer Betrachtung fallen Unterschiede zwischen den Algorithmen auf. Wie hoch der Effekt auf den Erlös am Ende wirklich ist, hängt von vielen Faktoren ab.
Outdoorfähigkeit: Oft ist es erforderlich oder zumindest gewünscht, ein Speichersystem im Freien aufzustellen. Dann muss es verschärften Bedingungen trotzen. Hitze, Kälte, Feuchtigkeit und auch mechanische Belastungen – die Anforderungen sind hoch und bringen einige technische Herausforderungen für die Hersteller mit sich.
Vernetzung: Die Klimaschutzbewegung organisiert Photovoltaik-Ausbildungskurse. Wie groß deren Beitrag für ein nachhaltiges Wachstum der Solarbranche und des Zubaus sein wird, ist aber unklar.