Naturstrom investiert in Erneuerbare und kritisiert Ausschreibungen

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Naturstrom, Anbieter von Ökostrom und Biogas, will noch in diesem Jahr mehr als 70 Millionen Euro in Windparks, Nahwärmenetze und Solarparks investieren. Im vergangenen Jahr gab Naturstrom nach eigenen Angaben rund 35 Millionen Euro für Erneuerbare-Energien-Projekte aus. Durch die eigene Erzeugung von Ökostrom will Naturstrom unabhängiger von externen Lieferanten und von der Strompreisentwicklung im Großhandel werden.
Zu den in Jahr 2015 geplanten Anlagen zählen unter anderem 17 bereits genehmigte Windparks mit einer Gesamtleistung von 43 Megawatt in Nordbayern. Zudem will sich Naturstrom an den kommenden Ausschreibungsrunden für Photovoltaik-Projekte beteiligen. Das Unternehmen räumt allerdings ein, dass es Ausschreibungen für kleine Akteure wie Naturstrom als Problem ansieht. Man wolle sich im Bereich Photovoltaik gerne stärker engagieren, durch die gesetzlichen Bedingungen werde Naturstrom beim Bau von Photovoltaik-Anlagen aber „ganz erheblich eingeschränkt“. „Für Großprojekte mögen Ausschreibungen angemessen sein, nicht aber für kleine und bürgernahe Projekte, die der örtlichen Versorgung dienen sollen“, heißt es beim Ökostromanbieter.“
Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben auch weitere Projekte zur dezentralen Versorgung von Immobilien und Gewerbebetrieben mit Strom, Wärme und Kälte auf Basis Erneuerbarer Energien. Deutschlandweit betreibt Naturstrom bereits Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen mit einer Leistung von mehr als 57 Megawatt. Im kommenden Jahr will Naturstrom in ähnlichem Umfang in Erneuerbare investieren, wie im Jahr 2015. (Mirco Sieg)

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