Tesla-Lieferant Panasonic will seine Homespeicher nach Deutschland bringen

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Panasonic, der Hersteller der auch die Lithium-Ionen-Batterien für die Teslas Elektrofahrzeuge baut, kündigte nun an, dass er mit dem Verkauf seiner Homespeicher-Systeme in Europa in Deutschland beginnen will. Später sollten dann die Märkte in Frankreich, Großbritannien und weiteren Ländern beliefert werden, sagte Laurent Abadie, Vorstandschef von Panasonic Europe am Rande der morgen beginnenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen habe aber noch nicht entschieden, wann der Verkaufsstart sein sollte.

Auf dem Heimatmarkt verkauft Panasonic seine Photovoltaik-Speichersysteme bereits. Damit sei ein Eigenverbrauch um die 70 Prozent möglich, so Abadie weiter. Das Ziel von Panasonic sei aber die vollständige Autarkie. Dieses Ziel sei gar nicht mehr so weit entfernt. Panasonic erwartet mit den Homespeichern einen Umsatz von umgerechnet 83 Millionen US-Dollar außerhalb Japans im Fiskaljahr 2018 erzielen zu können. Im Oktober wolle der japanische Hersteller die ersten Geräte auch nach Australien verkaufen.

Erst vor vier Monate hatte Tesla spektakulär seine Powerwall präsentiert, mit der der US-Elektroautohersteller den Homespeicher-Markt erobern will. Anfang August meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass sich die Auslieferung der Photovoltaik-Speicher noch verschieben wird. Ursprünglich hatte Tesla die Markteinführung in Deutschland für das vierte Quartal angekündigt. Vorstandschef Elon Musk hält Deutschland für einen Schlüsselmarkt für seine Homespeicher, da es bereits eine Vielzahl an Photovoltaik-Anlagen gebe. (Sandra Enkhardt)

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