Aktion gesunder Rücken e.V. zertifiziert Photovoltaik-Module nach ergonomischen Kriterien

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Muskelverspannungen, Bandscheibenprobleme und Überlastungsschäden: Wer tagtäglich Photovoltaik-Module installiert, läuft Gefahr, sich langfristig ein Rückenleiden zuzuziehen. Darauf weist die Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) hin. Das Tragen und Montieren schwerer und sperriger Module, oft in ungünstiger Körperhaltung, gehöre zu den Hauptursachen für Rückenprobleme bei Handwerkern.

Der Verein vergibt deshalb jetzt ein Siegel für rückenschonende Photovoltaik-Module, die die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Installateure schützen. Ausgezeichnet werden Produkte, die bei der Montage körperliche Belastungen reduzieren. Das gelingt zum Beispiel durch geringere Maße und/oder reduziertes Gewicht. Zudem muss die Verpackung so beschaffen sein, dass die einzelnen Module rückenschonend entnommen werden können. Bislang sind allerdings erst zwei Produkte zertifiziert: zwei bifaziale Doppelglasmodule von DMEGC Solar.

Exoskelette könnten Arbeit vereinfachen

Ergänzend zu ergonomisch optimierten Photovoltaik-Modulen könnten passive Exoskelette durch Federn, Gummibänder oder Riemen die Bewegungen und Muskelkraft der Installateure unterstützen, Überbelastungen vorbeugen und Verletzungen verhindern. Auch hierfür hat die AGR Kriterien festgelegt.

Der Aktion gesunder Rücken e.V. haben sich nach eigenen Angaben 150.000 Ärzte und Therapeuten angeschlossen. Der Verein wird von zahlreichen Ärzte-, Therapeuten- und Arbeitsmediziner-Verbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt. Die AGR vergibt auch in zahlreichen andere Produktgruppen ihr Gütesiegel. Die Hersteller müssen für dessen Nutzung zahlen.

„Das Siegel ist eine neue und wichtige Orientierungshilfe bei der Produktauswahl für Planer und Installationsbetriebe“, erklärt AGR-Geschäftsführer Detlef Detjen.

„Von kompakteren Modulen profitieren sowohl die Fachkräfte als auch die Endkunden“, sagt René Schüler, Head of Product Marketing Europe bei DMEGC Solar. „Zum einen können unsere Fachkräfte langfristig geschützt und krankheitsbedingte Ausfälle reduziert werden. Zum anderen lassen sich kleinere Module leichter installieren und auf komplizierten Dächern können mehr Module montiert werden, was zu einer höheren Gesamtleistung führt.“

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