Sunwafe treibt sein Projekt zur großskaligen Herstellung von Siliziumblöcken und -wafern in Spanien voran. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass es im März die Genehmigung der regionalen Behörden für einen 30 Hektar großen Standort in Asturien erhalten hat. Sunwafe plant, die endgültige Investitionsentscheidung im Februar 2027 zu treffen. Der Baubeginn ist für 2027 und die Aufnahme des kommerziellen Betriebs für Anfang 2029 vorgesehen. Die für die erste Projektphase erforderlichen Investitionen werden auf rund 670 Millionen Euro geschätzt, wobei davon ausgegangen wird, dass sich die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 1,4 Milliarden Euro belaufen könnten. Das Unternehmen rechnet damit, bis 2030 eine jährliche Produktionskapazität von 2,5 Milliarden Siliziumwafern zu erreichen, was 20 Gigawatt entspricht.
Michael Pinto, CEO von Sunwafe, erklärte auf Nachfrage von pv magazine: „Sunwafe bereitet sich darauf vor, eine wachsende Zahl von Zell- und Modulherstellern in Europa und Nordamerika zu beliefern. Bei Aufnahme des Betriebs im Jahr 2029 werden dies die Zielmärkte von Sunwafe sein.“ Konkret verfügt das Unternehmen „über mehrere vorläufige Vereinbarungen, die zusammen der ursprünglich vom Unternehmen für den Start des Betriebs im Jahr 2029 geplanten Produktionskapazität entsprechen“.
Sunwafe wurde im August 2024 mit einem Stammkapital von nur 3.000 Euro gegründet, verfügt jedoch über eine starke finanzielle Basis, sowohl durch chinesisches Kapital als auch durch EIT Innoenergy. Sein Projekt gehörte zu den Gewinnern des „Renoval“-Programms, dessen vorläufiger Beschluss im März bekannt gegeben wurde: Sunwafe erhielt von der spanischen Regierung über das PERTE-Programms „Wertschöpfungskette“ einen Zuschuss in Höhe von 200 Millionen Euro für den Bau seiner Fabrik zur Herstellung von Siliziumblöcken und -wafern für Solarmodule. Der endgültige Beschluss wurde im Juni mitgeteilt.
Sunwafe vergab den Auftrag für Ingenieurdienstleistungen zur Entwicklung des Industrieprojekts an das Unternehmen Tresca Ingeniería aus León. Mit diesem Projekt plant das Unternehmen die Errichtung seiner Anlage in der Logistik- und Industriezone von Asturien in Gijón.
Neues NZIA-Projekt in den Niederlanden
Das niederländische Ministerium für Wirtschaft und Klima hat zudem die vom niederländischen Start-up Resilicon in Groningen geplante Polysilizium-Anlage im Rahmen des EU-Gesetzes zur Netto-Null-Industrie (NZIA) als strategisches Projekt eingestuft.
Das Fabrik wird eine Produktionskapazität von 13 Gigawatt haben und zielt darauf ab, Polysilizium und Silan in Europa unter Verwendung erneuerbarer Energie und umweltfreundlicherer Rohstoffe herzustellen. Das Unternehmen hat sich mit niederländischen Forschungseinrichtungen wie TNO zusammengetan, um gemeinsam Fertigungstechnologien der neuesten Generation zu entwickeln, darunter die fortschrittliche Waferproduktion. Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen, und nun beginnt die Phase der grundlegenden technischen Planung.
Die Anlage wird in Farmsum entstehen und eine energieeffiziente Polysilizium-Produktionslinie mit einer Kapazität von 26.000 Tonnen respektive 13 Gigawatt beherbergen, die metallurgisches Silizium mithilfe des Siemens-Verfahrens in hochreines Polysilizium umwandelt. Das Unternehmen gibt an, dass die Reinheit der Klasse N11 die Herstellung von Ingots und Wafern für die Halbleiterindustrie sowie für Hochleistungs-Solarzellen und -module ermöglichen wird, unter anderem mit Heterojunction- (HJT) und Topcon-Technologien.
Resilicon teilt mit, dass es die exklusiven Rechte für Europa, den Nahen Osten und Afrika zur Nutzung der Technologie von Advanced Material Systems (AMS) erworben hat, mit der sich der Energieverbrauch bei der Polysiliziumherstellung um bis zu 30 Prozent senken lässt. Die Technologie wird bereits in Südkorea und Indien eingesetzt.
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