Die Stadt Laichingen in Baden-Württemberg hat ein Flächenpooling durchgeführt, um den Bau eines großen Batteriespeichers in der Kommune zu ermöglichen. Neben Netzanschlussanfragen an die Netzbetreiber werden auch Kommunen mit Bauanfragen in der Nähe von Umspannwerken überhäuft, wie es dazu hieß. Daher habe die Stadt auf der Schwäbischen Alb Neuland betreten und ein kommunales Flächenpooling gestartet.
Die Kommune wollte die Steuerungshoheit über das Projekt behalten und an möglichen Pachterlösen für den Batteriespeicher beteiligt sein. Sie habe sich daher an das Freiburger Beratungsunternehmen Endura Kommunal gewandt. Das Unternehmen hatte das Flächenpooling bereits bei vielen Kommunen für Windpark-Projekte eingesetzt. „Etablierte Vorgehensweisen wie das kommunale Flächenpooling und das Interessenbekundungsverfahren lassen sich auch bei Großbatteriespeicher-Projekten erfolgreich einsetzen“, sagt Jan Friedrich, Senior Berater bei Endura Kommunal. Dabei werden kommunale und private Flächeneigentümer zusammengebracht. „Alle im Pool profitieren, egal ob ihre Fläche bebaut wird oder nicht“, erklärt Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen.
Mit der Pooling-Gemeinschaft der Flächeneigentümer wird deren Verhandlungsposition gestärkt. Allerdings – so heißt es weiter – stiegen auch die Chancen, dass solche Projekte überhaupt realisiert werden könnten. Die Kommune übernimmt die Moderation des Zusammenschlusses der Flächeneigentümer. Sie formuliert auch Kriterien für die Auswahl eines Projektentwicklers. Im Fall der Stadt Laichingen seien acht Angebote eingegangen, die derzeit gemeinsam mit Endura Kommunal ausgewertet würden.
Im Ergebnis soll dann ein Vertrag geschlossen werden, der die Kriterien der Pooling-Gemeinschaft, etwa hinsichtlich ökologischer Aspekte, bestmöglich erfüllt. Der Netzanschluss des großen Batteriespeicher soll bis 2031 erfolgen.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.