Feldwerke hat im bayerischen Oberndorf am Lech eine Agri-Photovoltaik-Anlagen mit Nachführsystemen ans Netz angeschlossen. Mit etwa 17 Megawatt auf 28 Hektar sei die Anlage im Landkreis Donau-Ries nun die größte in Süddeutschland, teilte das Münchner Start-up am Freitag mit, als die offizielle Inbetriebnahme erfolgte. Ziel des Unternehmens sei es, den Photovoltaik-Ausbau als intelligente Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen voranzubringen. Feldwerke plant nach eigenen Angaben, in diesem Jahr weitere 100 Megawatt an Agri-Photovoltaik umzusetzen. Bis 2030 will das Unternehmen dann auf ein Gigawatt Agri-Photovoltaik sowie eine vergleichbare Batteriespeicher-Leistung wachsen, wie es weiter hieß.
Das Projekt in Oberndorf am Lech setzte Feldwerke innerhalb von rund einem Jahr um. Das Genehmigungsverfahren sei dabei binnen sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen worden. Bei klassischen Photovoltaik-Freiflächenanlagen brauche es dafür in der Regel zwei bis drei Jahre. Bei der nun realisierten Agri-Photovoltaik-Anlage bleibt die landwirtschaftliche Nutzung nahezu vollständig erhalten. Rund 90 Prozent der Fläche werden weiterhin dafür genutzt. Daher seien keine zusätzlichen Ausgleichsflächen erforderlich gewesen, so Feldwerke.
Zur feierlichen Inbetriebnahme war auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach Oberndorf am Lech gekommen. „Dieses innovative Agri-PV-Projekt mit einem Tracking-System, das die Module flexibel zur Sonne ausrichtet, ist ein weiteres Leuchtturmprojekt im Solarenergie-Spitzenland Bayern“, erklärte der Politiker. Neben Solarstrom für rechnerisch rund 5000 Haushalte komme dabei auch der Artenschutz auf den Blühflächen unter den Solarmodulen nicht zu kurz.“ Ob Rebhuhn, Bodenbrüter, Hase, Ameisen, Eidechsen, hier finden viele Tierarten ein neues Zuhause und eine ökologische Nische. Im Gestänge unter den Modulen entstehen Brutplätze für Bachstelze, Rotschwanz, Amsel und viele weitere Vogelarten“, sagte Aiwanger.
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