Der Marktwert Solar betrug im April 1,317 Cent pro Kilowattstunde – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum März-Wert von 5,455 Cent und dem Januar-Wert von 11,019 Cent. Der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber auf netztransparenz.de zufolge lag der Marktwert Solar bisher erst ein einziges Mail niedriger: im April 2020 mit 0,89 Cent. Vor einem Jahr im April 2025 waren es 3,041 Cent.
Auch die Marktwerte für Wind an Land und auf See gingen gegenüber den beiden Vormonaten weiter zurück. Der Marktwert Wind an Land lag bei 5,718 und für Wind auf See bei 6,066 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche Spotmarktpreis verringerte sich im April ebenfalls und lag bei 7,852 Cent pro Kilowattstunde.
Negative Preisstunden gab es im April viele: Nach 139 Viertelstunden mit negativen Börsenstrompreisen im März waren es im April 492 Viertelstunden. Besonders häufig fielen sie auf Zeiträume, in denen in Deutschland besonders viel Solarstrom produziert wird. Eine Ausnahme stellte der 5. April dar. An dem Tag gab es auch in der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen zwischen 0:45 und 8 Uhr fast durchgehend negative Börsenstrompreise.
Die Epex Spot wird die Mindestpreisgrenze auf den gekoppelten europäischen Day-ahead-Strombörsen (SDAC) um 100 Euro auf minus 600 Euro je Megawattstunde absenken. Grund ist die Methodik für harmonisierte Höchst- und Mindestclearingpreise (HMMCP). Danach kommt es zu einer solchen Absenkung, wenn der Clearingpreis in mindestens zwei Marktzeiteinheiten innerhalb einer oder mehrerer Gebotszonen und an mindestens zwei verschiedenen Tagen innerhalb von 30 rollierenden Tagen nach der ersten Feststellung eines niedrigen Preises unter 70 Prozent des harmonisierten Mindestclearingpreises für SDAC fällt. Diese Bedingung wurde laut Epex Spot zunächst durch den am 25. April 2026 erreichten Clearingpreis für den Liefertermin 26. April 2026 und anschließend erneut am 30. April 2026 für den Liefertermin 1. Mai 2026 in mehreren europäischen Ländern und Marktzeiteinheiten erfüllt. Der neue Mindestclearingpreis gilt in allen an SDAC teilnehmenden Gebotszonen ab vier Wochen nach dem zweiten genannten Ereignis, also ab dem 28. Mai 2026 mit Anwendung auf den Liefertermin 29. Mai 2026.
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Man konnte es auch am EEG Konto sehen, der Monat April hat Geld gekostet.
Wenn die PV Lobby schreit: „seht her, wie billig der Strom ist“ mit dieser Statistik muss man sagen 7 cent für die Einspeiser mit Eigenbedarf ist zu hoch von über 12 cent Volleinspeiser ganz zu schweigen.
Sag ich jetzt EE muss gestoppt werden NEIN, aber das Thema von allen Seiten ohne Ideologie betrachten.
und wenn es Regnet, dann isses nass…Wiedermal ein kleiner Blick auf das EEG. Leider muss man sich jetzt selbst ausrechnen, was die AKWs an diesem Tag die Franzosen gekostet haben. Da sie einfach nur Geld verbrannt haben, ohne Ende.
Das EEG Thema ist einfacher lösbar, als die 50 AKWs auszutauschen.
niranbunmi.mt schreibt.
Man konnte es auch am EEG Konto sehen, der Monat April hat Geld gekostet.
@ Richtig, der Monat April hat den Steuerzahler Geld gekostet, weil der EEG Strom so billig war.
Glücklicherweise hat wenigsten jemand davon profitiert wie verschiedene Studien beweisen.
Siehe hier:
ZB. hier https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat:..Billig an der Börse
Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende.
Ideologie freies Fazit: Die haben ihren Strom mit Langzeitverträgen am Terminmarkt lukrativ verkauft, und zum Erfüllungszeitpunkt fahren sie ihre Kraftwerke runter, und kaufen an der Börse, wenn er dort billiger ist Bei negativen Preisen bekommen sie sogar noch Geld weil sie Strom abnehmen. So nun eine Ideologie freie Reaktion von Ihnen bitte.
Letzteres gilt auch für Haushalte mit dynamischen Stromtarife, auch da dürften einige profitiert haben. Allerdings wird die Zahl der Haushalte mit dynamischen Tarifen noch sehr gering sein.
Hallo Herr Diehl,
zum Zitat „Die haben ihren Strom mit Langzeitverträgen am Terminmarkt lukrativ verkauft, und zum Erfüllungszeitpunkt fahren sie ihre Kraftwerke runter, und kaufen an der Börse, wenn er dort billiger ist Bei negativen Preisen bekommen sie sogar noch Geld weil sie Strom abnehmen.“
An sich schlüssig, jedoch werden die negativen Stunden auch am Terminmarkt schon antizipiert. Oder anders ausgedrückt: Bei Abschluss eines Hedging-Vertrages wäre die Preiserwartung der konventionellen Kraftwerke höher, wenn es keine negativen Stunden gäbe.
Wenn sich nun nach Abschluss eines langfristigen Vertrages mehr negative Stunden als erwartet ergeben, freut es den Verkäufer. Das gilt aber prinzipiell für alle Verkäufer von standardisierten Produkten bzw. schaltbaren Erzeugungsanlagen.
„Letzteres gilt auch für Haushalte mit dynamischen Stromtarife, auch da dürften einige profitiert haben. Allerdings wird die Zahl der Haushalte mit dynamischen Tarifen noch sehr gering sein.“
@Sandra,
mich würde nachwievor mal interessieren, wie eine Abrechnung (monatlich?) von den Haushalten aussieht, welche in der glücklichen Lage sind, die dynamischen Preise zu nutzen.
(meine Abrechnung hier in Norwegen dürfte ja in der Zwischenzeit bekannt sein)
Sandra Enkhardt schrieb:
„Letzteres gilt auch für Haushalte mit dynamischen Stromtarife, auch da dürften einige profitiert haben.“
Hier gibt es den kleinen Unterschied, dass die Preise für die Verbraucher eben so gut wie nie negativ sind, da der Steuer- und Abgabenanteil niedrige und moderate negative Preise trotzdem zu Preisen über Null für den Verbraucher macht.
Das ist mir klar und ich bin auch sehr dafür, dies klar zu kommunizieren, ebenso wie das Risiko hoher Preise bei dynamischen Tarifen. Dennoch gab es mittlerweile Phasen, in denen auch der Endkundenpreis schon negativ war und Menschen dafür Geld bekommen, wenn sie ihr Elektroauto dann laden oder große Verbraucher aktivieren können.
Alles was ich erwidern wollte, in den letzten Wochen haben nicht nur Konzerne profitiert, sondern auch Haushalte mit dynamischen Tarifen, die bestenfalls noch PV und Speicher haben und letzteren intelligent laden und nutzen.
Neben dem ganzen Gewettere gegen die bösen Konzerne kann man das wenigstens auch mal erwähnen und oder zur Kenntnis nehmen…
Aber genau hier ist doch der Wiederspruch
Ihre Aussage
@ Richtig, der Monat April hat den Steuerzahler Geld gekostet, weil der EEG Strom so billig war.
Das gilt besonders, wenn der Steuerzahler = der Kunde mit einem dynamischen Stromtarif hat.
Man sollte nicht nur sagen: „Geil, wie günstig der Strom ist.”
Man sollte immer beides sagen wie Sie und kann dann trotzdem seine eigene Meinung dazu fügen:
Ich finde, der Strom war am 1. Mai günstig.
AkkuDoktor und Gandhi
Der Strompreis im Verhältnis zur Kaufkraft in Deutschland günstig ist.
Richtige Einordnung ist doch:
Es handelt sich jedoch um einen Mittelwert: Es gibt arme Leute, für die ist der Strom teuer, und Reiche mit gutem Einkommen, für die ist der Strom günstig.
Und für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, ist der Strompreis wieder anders zu bewerten.
Nur sollte man aufhören, immer nur die beste Statistik zu verwenden, welche für seine persönliche Meinung passt.
niranbunmi.mt schreibt
Das gilt besonders, wenn der Steuerzahler = der Kunde mit einem dynamischen Stromtarif hat.
Man sollte nicht nur sagen: „Geil, wie günstig der Strom ist.”
@
Deshalb plädiere ich ja so nachhaltig für die gesetzliche Regelung von vor 2010.
Da war das alles nicht nötig.
Bis 2010 wurde der EEG Strom entsprechend ihrem Versorgungsvolumen den Versorgern mit sogenannten „Grünen Bändern“ zwingend zugeteilt. Die Vorteile ( Merit Orter Effekt ) durch Sonne und Wind kam allen Verbrauchern ohne Staatliche Hilfe ( EEG Konto ) zugute.
Wie das geschah, hatte ich Ihnen schon einige male gepostet, hier noch einmal für Sie.
Klicken Sie die folgende Merit Order Grafik an, und Scollen Sie das vierte Bild von unten nach oben https://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order
Dann sehen Sie Folgendes.
Weil der EEG Strom schon zwingend den Versorgern zugeteilt war, mussten die bei der endgültigen Bedarfs und Preisermittlung – beim Day Ahead dem Vortagshandel – weniger Nachfragen. Auf der Grafik sank N1 auf N2 und und der Preis infolgedessen von P1 auf P2. Es war am nächsten Tag kein Überschuss da, und die Vorteile durch Sonne und Wind, waren nicht nur auf alle Vebraucher verteilt, sondern der Staat hatte da auch nichts auszugleichen.
Fazit: Ab 2010 wurden die Grünen Bänder aus den Bilanzkreisen der Versorger wo der Day Ahead Handel stattfindet, zum separaten Verkauf an die Börse verbannt.
Hatten somit keinen Einfluss mehr auf die Nachfrage N1 auf N2 und konnten P1 nicht mehr auf P2 senken.
Nach dem alten System hätten automatisch alle was von Merit Order dem Geschenk vom Himmel.
niranbunmi.mt schrieb:
„Aber genau hier ist doch der Wiederspruch
Ihre Aussage
@ Richtig, der Monat April hat den Steuerzahler Geld gekostet, weil der EEG Strom so billig war.“
Kein Widerspruch. Aus dem EEG sind erhebliche Gelder abgeflossen, aber eben nicht fuer Erneuerbare, sondern an thermische Kraftwerke. Das Geld ging an Kohle- und Gaskraftwerke.
Die Erneuerbaren waren spottbillig. Aber nicht für Dich oder die meisten anderen Verbraucher.
Wenn wir weniger Gas- und Kohle querfinanzieren müssten, dann könnten wir alle von den niedrigeren Preisen profitieren. Tun wir aber nicht, wir sollen stattdessen mehr Gas bauen, welches dann noch mehr von den Erneuerbaren finanziert wird.
Und siehe , im Jahr “ irgendwann nach dem Urknall“ trat ein großer heller Stern in der zwanzig Uhr Tagesschau auf ,und verkündete den Menschen die Ankunft des finalen und universalen Erlösers und dessen huldvolles Wirken .
Der finale Erlöser wird den Frauen der Erde die Führung der einzigen Zentralbank auf Erden übertragen, welche daselbst für immerda die einzigste Privatbank der Erde wird sein , und das einzige Kommunikationsmittel wird das Telefon sein. Und dies wird wahre Erlösung sein , wenn Frauen nur mit ihrer Sprache die Schulden und Guthaben aller Menschen besprechen werden, denn niemand wird fortan in Echtzeit irgendetwas genaueres wissen und in Erfahrung bringen können, und Zahlen kommen schon gleich gar nicht vor in dieser dynamischen Sprachbank ,die keine frevelhaften Aufzeichnungen in skurillen Ziffern benötigt . Allen wird irgendwie alles gehören , und niemand hat Schulden die jetzt sofort beglichen werden müssen, sondern es reicht immer das ganze nach dem Thermalbadbesuch nochmal zu besprechen, und , falls man nicht mehr dazu kommt , auch übermorgen oder nächste Woche. Und niemand wird sich auf seinem Reichtum ausruhen, da er sowieso nicht weiß wie reich oder arm er ist .Und niemand wird wegen Schulden schlecht schlafen können, denn von der dynamischen Bank wird man sowieso nie aufgefordert werden die Schulden zu begleichen, da dies noch Zeit hat und nächsten Monat nochmal besprochen werden kann.
Und als dies alles so geschehen ward , stieg der finale Erlöser glücklich lachend in sein Raumschiff aus Antimaterie, und verschwand in ein Universum welches sich unter Null befindet, um auch dort die Wesen von den emotional negativen Zahlen zu erlösen.
Um Strom während negativer Preiszeiten zu verbrauchen, könnte die Deutsche Bahn speziell umgebaute Züge einsetzen. Züge die während der Fahrt mehr Strom aus der Oberleitung aufnehmen, wie für den Vortrieb des Zuges benötigt wird. Mit dem zusätzlichen Strom wird eine On-Board- Elektrolyseanlage betrieben , welche aus dem mitgeführtem Wasser den Wasserstoff extrahiert, und in Drucktanks speichert. Der Wasserstoff wird dann samt Tank entladen , umgefüllt, oder wieder direkt im „bidirektionalen“ Wasserstoffzug in der Brennstoffzelle verbraucht.
Da Stromüberschüsse aus Wind- und Sonnenstrom technisch gesehen lokal auftreten, könnte der mobile Elektrolysezug diesen lokalen Überschuss -Strom direkt am jeweiligen Hotspot aufnehmen. Vorausgesetzt die Oberleitungen der Bahn sind dafür geeignet.
mit 16 2/3 Herz?
Tja, und da war noch die öffentliche eMobilität – von den 50.011 öffentlichen DC-Ladesäulen war es nur ein einziger kleiner Anbieter https://sonnenstrom-saarpfalz.de/ der dieses Preisniveau weitergegeben hat – siehe nextmove Wochenvideo – dort gab es Geld fürs Laden, ja richtig gelesen – (Bei Tesla wars wenigstens günstig)
Die relative kleine Menge an überzähligen Börsen-Strom wäre einfach von den großen Anbietern an den eMobilisten zu bringen gewesen und sind es auch heute noch – selbst die, welche von einem der E.ON- VNB immer noch kein iMSys bekommen, hätten sich Strom und Geld am öffentliche Ladeautomaten holen können.
Aber lieber genießen die großen CPOs (EnBW, ARAL, SHELL, TOTAL etc.) einen kleinen golden Nugget mit ihrem Arbitragehandel, anstelle die eine oder andere zusätzliche GWh im April und den nun folgenden Monaten abzusetzen um diese Ausschläge zu dämpfen –
Doch genau hier liegt das Übel –
EE liefert günstig und die etablierten, teils auch Ökostromhändler, geben davon nichts weiter –
Die reGIERung hätte es in der Hand – Stichwort Übergewinnsteuer an der EEX – auch hier sollten maximal 100 €/MWh möglich sein, so wie beim Einspeiser nach Marktwert eben auch.