Polysilizium-Geschäft von Wacker Chemie im ersten Quartal rückläufig

Luftbild 2016 - Werk Burghausen und Umgebung, Luftaufnahme

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Die Wacker Chemie AG hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,41 Milliarden Euro erreicht. Dies liege fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau, aber zwölf Prozent höher als im Vorquartal, teilte der Münchner Konzern am Mittwoch mit. Neben den Chemiebereichen führen dabei auch Umsatzeinbußen in der Polysilizium-Sparte zu den sinkenden Ergebnissen.

Gleichzeitig konnte Wacker Chemie sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 173 Millionen Euro oder um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Als Gründe dafür nannte das Unternehmen vor allem Kosteneinsparungen sowie vorgezogene Kundenbestellung aufgrund des Nahostkonflikts.

Für den Geschäftsbereich Polysilicon wies Wacker Chemie einen rückläufigen Umsatz und EBITDA für das erste Quartal aus. Der Umsatz sei um 8 Prozent auf 226 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal 2025 gesunken. Das EBITDA lag mit 23 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau, als es 24 Millionen Euro waren. Die schwächelnde Nachfrage nach Silizium aus der Photovoltaik-Industrie und die höheren Energiekosten seien durch eine „unverändert positive Entwicklung“ des Halbleiter-Polysilizum-Geschäfts sowie Einsparungen bei den Betriebskosten nahezu kompensiert worden.

Seine Prognose für das laufende Jahr ließ Wacker Chemie beim EBITDA unverändert. Es wird eine Spanne zwischen 550 und 700 Millionen Euro erwartet. Die Prognose beim Umsatz passte das Unternehmen nach oben an. Wacker Chemie geht nun von einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich aus. Zuvor lag die Erwartung im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Weitergabe gestiegener Rohstoff- und Energiepreise an Kunden aufgrund des Konflikts im Nahen Osten wirkten sich hierbei positiv aus, während Wacker Chemie negative Auswirkungen durch Währungseffekte auf den Umsatz erwartet.

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