Für die Wohnanlage „Max II“ haben Münchner Wohnen und die Stadtwerke München das nach ihren Angaben bisher größte Photovoltaik-Mieterstromprojekt in der bayerischen Landeshauptstadt realisiert. Auf den Dächern der ehemaligen Kaserne, die nun als Wohnanlage genutzt wird, seien insgesamt 71 Photovoltaik-Anlagen mit 2,1 Megawatt Leistung installiert worden, teilten die Stadtwerke München mit. Jährlich würden damit mehr als zwei Gigawattstunden Solarstrom produziert, der den etwa 1000 Haushalten der Wohnanlage zur Verfügung stehe.
Die beiden Unternehmen hatten im Mai 2025 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Dabei stellt die Wohnungsgesellschaft die Dächer zur Verfügung und übernimmt die Objektvorbereitung. Die Stadtwerke München sind demnach für die Planung, den Bau und Betrieb der Photovoltaik-Anlagen verantwortlich. Im Zuge der Zusammenarbeit sollen weitere Projekte in München umgesetzt werden. Objekte mit mehr als 5000 Wohnung befänden sich derzeit in der Untersuchung, Planung oder Umsetzung, hieß es weiter.
Ein Großteil der Projekte soll dabei als Photovoltaik-Mieterstrom umgesetzt werden. Den so erzeugten Solarstrom können die Mieter beziehen, müssen es aber nicht. Der angebotene Bezugspreis für die Mieter muss dabei mindestens zehn Prozent unter dem Grundversorgungstarif liegen. Zur Teilnahmequote der Haushalte und dem Preis bei dem nun umgesetzten Projekt machten die Unternehmen zunächst keine Angaben.
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Ich bin ja sehr für solche Mieterstromprojekte, weil sie tendenziell die Energiewende demokratisieren können und auch Menschen in MFH an Einsparungen durch EE teilhaben lassen. Dem Artikel lässt sich aber nicht entnehmen, was die kWh Strom nun kostet, ob Batterien zum Konzept gehören und das Ganze somit irgendwie sinnvoll ist.
Die Regelung „Der angebotene Bezugspreis für die Mieter muss dabei mindestens zehn Prozent unter dem Grundversorgungstarif liegen“ ist ein Rohrkrepierer, da die Grundversorgungstarife in aller Regel die reinste Abzocke sind. Konkret berechnen die Stadtwerke München im Grundversorgungstarif 37,57 Cent/kWh. 10 Prozent günstiger ergäbe 33,81 Cent/kWh. Der günstigste Stromanbieter ruft für München 26,64 Cent/kWh auf. Der PV-Mieterstrom müsste mindestens 45% günstiger als der Grundversorgungstarif angeboten werden, damit es wirtschaftlich sinnvoll wird, dass Mieter den PV-Strom abnehmen.
@Gernot,
siehe ⤵️
„Ein Großteil der Projekte soll dabei als Photovoltaik-Mieterstrom umgesetzt werden. Den so erzeugten Solarstrom können die Mieter beziehen, müssen es aber nicht. Der angebotene Bezugspreis für die Mieter muss dabei mindestens zehn Prozent unter dem Grundversorgungstarif liegen. Zur Teilnahmequote der Haushalte und dem Preis bei dem nun umgesetzten Projekt machten die Unternehmen zunächst keine Angaben.“
Wenn ich das lese, gibt es dabei nur einen Gewinner. Die Mieter sind es mit Sicherheit nicht.
in München sind es laut Website: ca. 25 ct brutto / kwh.
In Berlin bei Calor Energie sollen es 28ct bei Sonne und 32ct außerhalb der PV Zeit sein.
Daher sehe ich das Angebot in Berlin als Mist an. Und mit Netzentgelt kann der Lieferant schwer argumentieren.