Photovoltaik-Anlagen haben 2025 weltweit 30 Prozent mehr Strom erzeugt

CGDG, 3,5 GW-Solarkraftwerk Midong, China

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Erstmals seit der Corona-Krise ging die globale Stromerzeugung aus fossilen Energien 2025 zurück – der starke Erneuerbare-Ausbau sorgte dafür, dass die Mehrerzeugung vor allem der Photovoltaik-Anlagen die Verbrauchssteigerung vollständig decken konnte. Das zeigt der „Global Electricity Review 2026“ des britischen Think Tank Ember.

Die weltweiten Photovoltaik-Anlagen haben 2025 insgesamt 2.778 Terawattstunden Strom geliefert, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der prozentual höchste Anstieg seit acht Jahren. Mit 336 Terawattstunden entfiel gut die Hälfte der Mehrerzeugung auf China. Die USA verzeichneten eine Zunahme um 85 Terawattstunden, die EU von 60 Terawattstunden.

Seit 2015 hat sich die erzeugte Solarstrom-Menge mehr als verzehnfacht. Im letzten Jahr wurde weltweit so viel Solarstrom produziert, dass sich damit rechnerisch der gesamte Bedarf der EU decken ließe, so Ember. Damit hat die Photovoltaik die Windenergie 2025 erstmals überholt. Ember rechnet damit, dass sie 2026 auch die Atomenergie hinter sich lassen wird. Die Erzeugungskapazität nahm im letzten Jahr um 647 Gigawatt zu, elf Prozent mehr als 2024. Auch die Speicherleistung wuchs 2025 kräftig. Im letzten Jahr wurden so viel Batteriespeicher installiert, dass sich damit 14 Prozent der zusätzlich erzeugten Solarstrommenge verschieben lässt.

Weniger Fossilstrom in China und Indien

Die Stromerzeugung mit Kohle und Gas ging 2025 weltweit um 0,2 Prozent zurück. Dieses Minus geht vor allem auf die Entwicklungen in China und Indien zurück. In China sank die erzeugte Fossilstrommenge um 0,2 Prozent, in Indien gar um 3,3 Prozent. Ember führt dies vor allem auf den starken Photovoltaik-Ausbau in beiden Ländern zurück. In Indien kommt hinzu, dass dort zudem auch weit mehr Strom aus Windenergie und Wasserkraft erzeugt wurde. Die Kohle hatte 2025 im globalen Strommix einen Anteil von 33,0 Prozent. Damit liegt sie hinter den Erneuerbaren, die auf 33,8 Prozent kamen.

Der Strombedarf nahm 2025 um knapp drei Prozent zu. Diese wie auch viele anderen Werte stehen im Einklang mit den Ergebnissen des „Global Energy Report 2026“, den die Internationale Energie-Agentur IEA kürzlich veröffentlicht hat. Im Vorjahr stieg der Verbrauch noch um 4,3 Prozent. Den Rückgang erklärt Ember mit dem geringeren Bedarf der Industrie.

„Wir sind fest in die Ära des sauberen Wachstums eingetreten“, sagt Ember-Geschäftsführer Aditya Lolla. „Saubere Energie skaliert jetzt schnell genug, um den steigenden globalen Strombedarf zu absorbieren und die fossile Erzeugung vor ihrem unvermeidlichen Rückgang flach zu halten.“

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