IEA: Weltweiter Photovoltaik-Zubau stieg 2025 um zwölf Prozent

Solar und Wind in China

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Der weltweite Energieverbrauch ist 2025 um 1,3 Prozent gestiegen, geht aus der Global Energy Review 2026 der Internationalen Energie-Agentur IEA hervor. Der Wert liegt deutlich niedriger als im Vorjahr, aber etwa im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Deutlich stärker als der allgemeine Energieverbrauch hat die Stromnachfrage zugenommen – sie stieg um drei Prozent. Die IEA führt dies vor allem auf den stark wachsenden Bedarf der Rechenzentren und der Elektrofahrzeuge sowie auf die Elektrifizierung von Industrieprozessen zurück.

Keine andere Erzeugungstechnologie wuchs 2025 so stark wie die Photovoltaik: Insgesamt 605 Gigawatt Leistung wurden im letzten Jahr neu installiert, nach 542 Gigawatt im Vorjahr. Die Windenergie kam 2025 auf ein Plus von 159 Gigawatt (2024: 114 Gigawatt); Biomasse, Wasserkraft und Geothermie auf zusammen 33 Gigawatt. Derzeit sind weltweit 2.800 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert.

Globaler Zubau von Erneuerbare-Leistung, 2015-2025. Hellblau: Photovoltaik, dunkelblau: Windenergie, Grün: Sonstige Erneuerbare

Grafik: IEA

Weniger neue Photovoltaik-Leistung in den USA

Mit einem Plus von 370 Gigawatt entfallen fast zwei Drittel des Photovoltaik-Zubaus auf China. Der IEA zufolge kam der größere Teil davon im ersten Halbjahr hinzu, weil China die Förderung im Juni 2025 von einer fixen Einspeisevergütung auf wettbewerbliche Ausschreibungen umgestellt hat.

Die europäischen Länder installierten 2025 zusammen fast 69 Gigawatt Photovoltaik-Leistung, nach 64 Gigawatt im Vorjahr. Deutlich stärker fällt der prozentuale Zuwachs in Indien aus: Hier stieg die neu installierte Leistung um 55 Prozent auf gut 48 Gigawatt. Die USA dagegen verzeichnet ein Minus – gingen 2024 noch 50 Gigawatt in Betrieb, waren es im letzten Jahr nur noch 43 Gigawatt. In Afrika und im Nahen Osten verdoppelte sich der Photovoltaik-Zubau. Der IEA zufolge installierten 30 Länder 2025 mehr als ein Gigawatt-Photovoltaik-Leistung. Das sind fast doppelt so viele wie 2020.

China: Treibhausgas-Ausstoß ist 2025 gesunken

Mit dem Energieverbrauch sind auch die CO2-Emissionen des Energiesektors gestiegen – um 0,4 Prozent, geht aus der IEA-Analyse hervor. Der Trend zur Elektrifizierung sowie der starke Erneuerbare-Ausbau haben dazu geführt, dass die Zunahme so gering ausfiel wie seit 2021 nicht mehr.

Zum ersten Mal seit 30 Jahren nahmen die energiebedingten Emissionen in den Industrienationen stärker zu als die der Schwellen- und Entwicklungsländer. Dies geht vor allem auf die Entwicklung in China zurück: Der Treibhausgas-Ausstoß sank 2025 um 0,5 Prozent. Die IEA führt dies zum einen auf den Ausbau von Erneuerbaren und Atomenergie und zum anderen auf einen langsameren Anstieg der Energienachfrage zurück. In Indien nahmen die Emissionen in geringerem Maße zu als im Vorjahr. Hier nennt die IEA neben dem Erneuerbaren-Ausbau als weiteren Grund, dass Hitzewellen milder ausfielen, so dass Gebäude weniger stark gekühlt werden mussten.

Großes Plus bei Elektroautos, kleines Minus bei Wärmepumpen

Aus der IEA-Auswertung geht auch hervor, dass die Autohersteller 2025 insgesamt 20 Prozent mehr Elektroautos verkauft haben. Eines von vier neuen Autos hatte im letzten Jahr einen Elektroantrieb. In China liegt der Marktanteil mittlerweile bei mehr als 50 Prozent. In Europa zogen die Verkäufe um 30 Prozent an, in den USA sanken sie dagegen um zwei Prozent. Im Schwerlastverkehr hat sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge2025 auf 200.000 verdreifacht.

Absatz von Elektroautos in Europa, 2021-2025. Dunkelblau: Batterieelektrische Fahrzeuge, Hellblau: Plug-In-Hybride

Grafik: IEA

Während der Markt für Elektroautos also weltweit gesehen in Schwung gekommen ist, sieht es bei den Wärmepumpen düster aus: Die globalen Verkaufszahlen sanken 2025 um zwei Prozent. Dies geht vor allem auf die USA zurück, wo die Hersteller 13 Prozent weniger Anlagen verkauft haben. In Europa legte die Nachfrage um elf Prozent zu, getrieben vor allem von der Entwicklung in Deutschland. In China und Japan stagnierte der Absatz.

 

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