EnBW hat in dieser Woche mit dem Bau eines 100 Megawattstunden-Batteriespeichers am Kraftwerksstandort Marbach begonnen. Die Inbetriebnahme sei für Ende 2026 geplant, teilte der süddeutsche Energiekonzern mit. „Durch den Anschluss an das Übertragungsnetz der Transnet BW wird der Speicher eine wichtige Rolle im gesamten süddeutschen Stromnetz spielen”, sagte Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. Er soll genutzt werden, um die schwankende Erzeugung aus Windkraft und Photovoltaik-Anlagen mit dem tatsächlichen Strombedarf in Einklang bringen.
Im ersten Schritt werde nun der Baugrund vorbereitet. Es werden Säulen in den Boden eingebracht, um die Tragfähigkeit der Fundamente zu erhöhen. Im Sommer sollen dann 264 Batterieschränke geliefert werden. EnBW setzt bei dem Projekt auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Zusätzlich werde eine Mittelspannungsschaltanlage errichtet, die in einem neuen Gebäude untergebracht wird, so EnBW weiter.
Am Standort Marbach betreibt EnBW seit dem vergangenen Jahr eine Netzstabilitätsanlage für den Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW. Diese sei im Betrieb vergleichbar mit einem klassischen Kraftwerk. Allerdings werde sie nicht zur kommerziellen Stromerzeugung genutzt, sondern nur zur Absicherung der Netzstabilität im Auftrag von Transnet BW.
Aktuell hat der Energiekonzern 20 Batteriespeicher mit mehr als 100 Megawattstunden installierte Kapazität im Betrieb. Zusätzlich würden weitere Projekt mit 1800 Megawattstunden entwickelt oder befänden sich im Bau, darunter auch der Großspeicher in Philippsburg. Alle Photovoltaik-Kraftwerke, die EnBW realisiert, werden mittlerweile standardmäßig auch mit einer Speicherlösung ausgestattet. So jaz EnBW erst kürzlich einen neuen Solarpark in Öhringen mit 6,22 Megawatt Leistung in Betrieb genommen, der mit einem 6,1 Megawattstunden Batteriespeicher gekoppelt ist.
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„Alle Photovoltaik-Kraftwerke, die EnBW realisiert, werden mittlerweile standardmäßig auch mit einer Speicherlösung ausgestattet.“
Das liest man gerne. Ich denke, das wird jetzt Standard, hoffentlich auch bei den Anlagen seit 2021, die bei Negativpreisen nicht mehr vergütet werden… es drückt zu viel EE an allen Ecken Kanten, um noch wirtschaftlich ohne Speicher auskommen zu wollen. Vielleicht erledigt sich die Speicherfrage einfach ganz von alleine über die Marktwirtschaft und Frau Reiche kann dagegen machen, was sie will… schön wäre es 🙂
Gut, dass sich die Profis nicht von den Lobby getrieben Machenschaften des BMfW leiten lassen und Batteriespeicher als Teil der Lösung für den Energiewandel begreifen. Das was Frau Reiche gerade veranstaltet, ist wider besseren Wissens und grenzt streng genommen an Sabotage zu Lasten unserer Kinder und zu „Wohle der Fossilwirtschaft“. Ich könnte die ganze Zeit kotzen….
👍
Na geht doch! Auch mal was positives und nicht immer nur wie schlecht alles ist.👍🏻
Die Politik hört zu viel auf die Lobbyisten. Wenig an seine Mitbürger. Aufgabe der Politik ist sich um das Wohl seiner Bürger zu kümmern, nämlich dem soll es gut gehen und nicht bestimmten Schichten denen es nur um Reichtum und Macht geht.
Es wird wieder Zeit mal Massenweise auf die Strasse zu gehen oder noch besser, wenn Millionen 1 bis 2 Tage die Woche nicht in die Arbeit gehen. Vielleicht wacht dann die Politik auf.
EnBW scheint eine grundsätzlich andere Einstellung zu Erneuerbaren Energien zu haben als die milliardenschweren Großkonzerne, die es sonst noch so gibt. Vermutlich haben die es besser verstanden.
Vielleicht etwas offtopic, aber auch interessant, was seitens unserer Energieministerin so unternommen wird. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
Quelle Focus.de
https://www.focus.de/earth/reiche-bat-energiekonzerne-um-lobby-argumente-fuer-gaskraftwerke_ea323052-00c7-4514-8766-4580600939e9.html
Für die privaten, gewerblichen und besonders auch die Industriekunden, die sich über zu hohe Strompreise aufregen, kann man nur immer wieder darauf aufmerksam machen:
Bauen Sie weiter Solarmodule auf die Dächer, Wände, Balkone und in den Garten. Jedes Modul zählt.
Speichertechnik ist mittlerweile günstig genug, egal in welcher Größenordnung. Wer darüber hinaus gute Lösungen sucht, um den Strom möglichst selbst zu verbrauchen, sollte sich an einen seriösen Berater/Handwerksbetrieb wenden, den es oft genug in der eigenen Stadt gibt. Bitte dabei auch das Thema Warmwasserversorgung mit PV-Strom nicht aus den Augen verlieren. Bevor man davon spricht, dass Solarstrom nichts wert sei, kann man Unmengen dieser Energie in Wärme umwandeln, dort wo sie gebraucht wird. Das reduziert wiederum den Gas- bzw. Ölverbrauch über weite Strecken in den Sommermonaten.
Noch was, wer am Ende glaubt, dass der gekaufte Strom langfristig günstiger wird, kann auch glauben, dass es den Weihnachtsmann gibt.
Sonnige Grüße
„EnBW hat in dieser Woche mit dem Bau eines 100 Megawattstunden-Batteriespeichers am Kraftwerksstandort Marbach begonnen. Die Inbetriebnahme sei für Ende 2026 geplant, teilte der süddeutsche Energiekonzern mit.“
DAS ist der Unterschied zu den ganzen Phantasie-Lösungen wie AKW oder Fusionsreaktoren: Im April Baubeginn und keine 8 Monate später die Inbetriebnahme!
Reicht gerade mal für 1 Tag für 10400 Haushalte oder 1 Stunde für 250000 Haushalte. Warum so etwas hier gefeiert wird, ist mir ein Rätsel.
Tja Axel, wenn du mal genauer hinschaust, wirst du feststellen, dass so eine Batterie den ganzen Tag arbeitet und mal Strom aufnimmt und mal Strom abgibt. Da ist nix mit einer Stunde. Hierzulande haben die Tage ganze 24 Stunden.
Ist doch super, wo ist das Problem. Tue Gutes und rede darüber.
Lobbyistin Reiche spielt bestimmt schon mit dem Gedanken, es Pete Hegseth gleichzutun und das Wirtschaftsministerium in „Gas-Ministerium“ umbenennen. Damit wenigstens allen klar ist, wo bei ihr die Reise hingeht. Dann können sich wenigstens alle die Beschwerdeanrufe bezüglich ihrer EE-zerstörenden Gesetze sparen. Der Name des Ministeriums macht doch die Schlagrichtung schon klar…
Vorsicht, nur weil EnBW selbst Speicher baut heißt es nicht man sei nicht daran interessiert Speicher anderer Betreiber zu verhindern. Mir fehlt hier ganz klar eine offene Distanzierung seitens EnbW zur Gasministerin Reiche. So lange das nicht passiert muss ich davon ausgehen, dass auch die EnBW an der Energiewende in Bürgerhand sägt. Und genau so lange werde ich weiter die Ladestationen der EnBW umfahren.